Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Die Pfalzwerke wollen ein dezentrales Wasserstoffcluster in Bad Dürkheim aufbauen. Dazu soll unter anderem ein 10-Megawatt Elektrolyseur für grünen Wasserstoff errichtet werden, wie das Unternehmen mit Sitz in Ludwigshafen mitteilt. Zahlreiche Unternehmen hätten bereits Abnahmemengen reserviert.  Ziel sei es zu zeigen, dass Wasserstoff auch im ländlichen Raum sinnvoll produziert und eingesetzt werden kann.

Für den Elektrolyseprozess wollen die Pfalzwerke stets 100 Prozent zertifizierter Ökostrom verwendet. Dieser stammt zum Teil aus eigenen regionalen Anlagen der Pfalzwerke-Gruppe. Netzengpässe ließen sich so vermeiden und Strom werde dort verbraucht, wo er produziert wird, heißt es dazu in der Mitteilung. Damit das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann, bemühen sich die Pfalzwerke um die nötigen Bundes- und Landesgelder und streben eine Bewerbung bei dem auf europäischer Ebene koordinierten Förderrahmen „IPCEI – Important Projects of Common European Interest“ an.

Eine Technologie, die auch außerhalb der Metropolen funktioniert

„Mit dem Projekt zeigen wir, dass grüner Wasserstoff auch außerhalb der großen Industriezentren intelligent und wirtschaftlich sinnvoll produziert werden kann. Wir sind sehr glücklich, dass sich bereits viele weitere Interessenten zur Wasserstoffabnahme bei uns gemeldet haben. Bei steigendem Bedarf können wir sogar über 1 Million Kilogramm Wasserstoff pro Jahr produzieren“, lässt sich Pfalzwerke Vorstandsmitglied René Chassein in der Mitteilung zitieren.

Weitere Interessenten seien unter anderem die Pfalzgas mit ihrem weit verzweigten Erdgasnetz, in dem anteilig Wasserstoff beigemischt werden soll, sowie der ÖPNV mit Bussen und ein Industriegaslieferant. Auch die Stadtwerke Bad Dürkheim engagieren sich bei der Initiative: „Wir unterstützen dieses Projekt auf vielen Ebenen, auch beim Thema Standort, weil wir sehen, wie viel Wasserstoffbedarf es hier auf lokaler Ebene gibt. Gleichzeitig möchten wir die Abwärme sinnvoll nutzen“, sagt Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Dürkheim, in der Mitteilung.  

Folgeprojekte nicht ausgeschlossen

Das Leuchtturmprojekt in Bad Dürkheim soll nach Angaben der Pfalzwerke das erste in einer Reihe von weiteren verbrauchsnahen Wasserstofferzeugungszentren in der Pfalz werden. (amo)

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