Anke Rehlinger (SPD), saarländische Wirtschaftsministerin

Anke Rehlinger (SPD), saarländische Wirtschaftsministerin

Bild: © Harald Tittel/dpa

Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), ein Dienstleister im Automobilbereich, wird zusammen mit ihrer Tochter Consulting 4 Drive und dem Reiner-Lemoine-Institut in Berlin eine Wasserstoffstrategie für das Saarland entwickeln. Die drei Partner setzten sich bei einer Ausschreibung der Landesregierung durch.

"Wir werden hier von Grund auf eine funktionierende Wasserstoffwirtschaft entwerfen, die Infrastruktur und Wertschöpfungsketten ausgestaltet und die einzelnen Industriesektoren intelligent miteinander verbindet", teilt Ralf Wascheck, Abteilungsleiter für Fuel Cell und Hydrogen Mobility bei IAV, in einer Presseaussendung mit. "Dafür greifen wir als Unternehmen auf 25 Jahre Erfahrung im Bereich Wasserstoff zurück."

Einsatz von Wasserstoff in Fahrzeugen

Bis zum Herbst wollen die Partner Eckpunkte erarbeiten, wo und in welchen Mengen Wasserstoff produziert und bezogen werden soll, wie er zu transportieren und für welche Industrien er einzusetzen ist und an welchen Orten Tankstellen installiert werden sollen. Hierbei werde vielfach Neuland betreten, heißt es. Das gelte etwa beim leitungsgebundenen Transport des Wasserstoffs.

Zudem wollen die Unternehmen eine Strategie zum Einsatz von Wasserstoff in Bussen, Nutzfahrzeugen, Autos und Bahn vorlegen. Im industriellen Sektor würden sie den Einsatz von Wasserstoff in der Produktion von Stahl und im Zusammenhang mit der im Saarland stark vertretenen Automobilindustrie prüfen.

Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen

Weitere Anwendungsgebiete umfassten den Wärmesektor. Dort soll der Einsatz von Blockheizkraftwerken und stationären Brennstoffzellen aus technischer und wirtschaftlicher Sicht bewertet werden.

Das Reiner-Lemoine-Institut soll dabei mit Daten, Simulationen und Optimierungen für Wasserstoffanlagen unterstützen.

Zukunftsthema Wasserstoff

In der Vergangenheit hatte die saarländische Landesregierung wiederholt betont, wie wichtig Wasserstoff als Zukunftsthema sei. Die Automobil- und Stahlindustrie sichern in der Region Zehntausende Arbeitsplätze. In beiden Bereichen gilt Wasserstoff als vielversprechende Technologie. (ab)

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