Der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland kommt voran.

Der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland kommt voran.

Bild: © Andreas Arnold/dpa

Worauf ist bei Betrieb und Wartung von dicken Ferngasleitungen zu achten, wenn sie künftig Wasserstoff anstatt Erdgas transportieren? Dies sollen Handwerker und Ingenieure in einem neuen Schulungszentrum lernen, das im nordrhein-westfälischen Werne entsteht. Betreiber ist Deutschlands größter Ferngasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE). Am Montag war erster Spatenstich im Beisein von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Wasserstoff sei ein Schlüsselelement für die Energiewende und für die Transformation zur Klimaneutralität, erklärte Wüst. «Dafür brauchen wir die beste Infrastruktur und exzellent ausgebildete Fachleute.»

Als Herzstück soll eine geschlossene Ringleitung entstehen, in der Wasserstoff mit einem Druck von 40 bar fließt. Die Techniker sollen daran nach Angaben eines Sprechers üben, wie man etwa Dichtungen und Armaturen austauscht oder Rohrstücke inspiziert. Mitte 2024 soll das Zentrum starten. Neben OGE-Beschäftigten soll die «H2-Trainingsstrecke» auch Angehörigen anderer Firmen offenstehen.

Aufbau eines Kernnetzes geplant

Klimaneutral erzeugter Wasserstoff soll bei der Klimawende eine zentrale Rolle spielen. In einem ersten Schritt planen die Fernleitungsnetzbetreiber bis 2032 den Aufbau eines sogenannten Kernnetzes mit einer Länge von über 11.000 Kilometern. Dazu sollen vor allem bestehende Erdgas-Fernleitungen umgerüstet werden. (dpa/amo)

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