Fabian Ziegler, Geschäftsführer Shell Deutschland, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Marco Richrath, General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland (v.l.)

Fabian Ziegler, Geschäftsführer Shell Deutschland, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Marco Richrath, General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland (v.l.)

Bild: © Shell

Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland ist der Startschuss für den Bau einer Bio-LNG-Anlage im Rheinland gefallen. Gemeinsam eröffneten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, Fabian Ziegler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Shell in Deutschland, sowie Marco Richrath, General Manager des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland offiziell die Baustelle. In der Bio-LNG-Anlage sollen ab etwa der zweiten Jahreshälfte 2023 jährlich bis zu 100.000 Tonnen eines CO2-neutralen verflüssigten Gemischs aus Biomethan und Erdgas produziert werden. 

„Wir müssen Klimaschutz und Industrie mit ihren guten Arbeitsplätzen miteinander versöhnen. Wir müssen zeigen, wie man beides schafft: Klima schützen und gute Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherheit erhalten. Deshalb brauchen wir neben Innovation, Wissenschaft und Technik vor allem Unternehmen, die vorangehen. Unternehmen, die die Grundlagen dafür schaffen, dass unsere Industrie klimaneutral produzieren kann. Projekte wie die Bio-LNG-Anlage sind wichtige Wegmarken auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion unserer Industrie“, lässt sich Ministerpräsident Hendrik Wüst in einer Pressemitteilung zitieren. 

Schwerlastverkehr dekarbonisieren

Der als Bio-LNG bezeichnete Kraftstoff soll die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs voranbringen. Die in Godorf produzierten Mengen können nach Angaben von Shell den Jahres-Bedarf von etwa 4000 bis 5000 LNG-Lkw decken. Das eröffne die Möglichkeit, im Vergleich zu einem konventionellen Diesel-Lkw, jährlich bis zu einer Million Tonnen CO2 einzusparen. 

Möglich ist das durch den Einsatz von Biomethan aus nachhaltigen Reststoffen, wie beispielsweise Gülle und Mist, dessen sogenannte CO2-Intensität negativ ist, da das sehr klimawirksame Gas nicht etwa auf Äckern oder aus Gruben in die Atmosphäre entweicht, sondern als Energieträger genutzt wird. 

Transport mittels der Gasinfrastruktur

Gespeist wird die Bio-LNG-Anlage künftig über die normale Gasleitung, über die Biomethan problemlos transportiert werden kann. Dies erlaubt, große Mengen zentral zu verarbeiten und für den Markt zur Verfügung zu stellen. In der Anlage im Rheinland wird das Gas auf minus 162 Grad Celsius gekühlt und damit zu Bio-LNG verflüssigt. In speziellen Tanklastern wird es dann zu Shell LNG-Tankstellen in ganz Deutschland transportiert. (amo)

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