Die Shell-Tochter Shell Gas & Power Developments (Shell) und Uniper Hydrogen (Uniper) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in Europa zu beschleunigen. Die beiden Unternehmen wollen intensiver zusammenarbeiten, um die Nachfrage von Industrie und Mobilität mit der Lieferung, Produktion und Speicherung von Wasserstoff zu verbinden, wie der Energiekonzern Uniper mitteilt.
Die Unternehmen wollen Synergien heben, um bestehende Projekte in Deutschland, den Niederlanden und anderen europäischen Ländern zu beschleunigen. Auf Basis der Kundennachfrage wollen die Partner zentrale Faktoren identifizieren, die Grundlage für eine neue Wasserstoffwirtschaft in Europa sein können, heißt es.
100-MW-Elektrolyseur
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit soll die Erkundung zukünftiger Möglichkeiten einschließlich der notwendigen Infrastruktur für den großvolumigen Transport von Wasserstoff von den Häfen Rotterdam und Wilhelmshaven nach Nordrhein-Westfalen (NRW) stehen. In die gegenläufige Richtung betreffe dies auch den Transport von CO2.
Zu den geplanten Projekten gehört die ehemalige Rheinland-Raffinerie, die Shell aktuell in einen hochmodernen Energy-and-Chemicals-Park umwandelt. Dort hat Shell Anfang Juli einen 10-MW-PEM-Elektrolyseur zu Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen. Derzeit arbeitet der Mineralölkonzern mit Partnern daran, die Kapazität auf 100 MW zu erweitern.
Versorgung von Großkunden
Uniper soll die Versorgung mit Wasserstoff von den bestehenden Uniper-Standorten in Rotterdam und Wilhelmshaven zu den Standorten des Shell Energie- und Chemieparks Rheinland in Wesseling und Godorf entwickeln. Darüber hinaus beabsichtige das Energieunternehmen, sein Kraftwerk in Gelsenkirchen Scholven sowie andere Großkunden entlang der Pipeline-Trassen perspektivisch mit Wasserstoff zu versorgen. (jk)



