Auch die Stadtwerke München können sich den stark gestiegenen Gaspreisen im Großhandel nicht länger entziehen.

Auch die Stadtwerke München können sich den stark gestiegenen Gaspreisen im Großhandel nicht länger entziehen.

Bild: © Rainer Viertelbock/SWM

Die Stadtwerke München erhöhen ihre Gaspreise zum 1. August deutlich. Der Arbeitspreis für einen Durchschnittshaushalt in der Landeshauptstadt beträgt dann in der Grundversorgung 10,22 Cent pro kWh. Bislang zahlen Verbraucher 7,18 Cent pro kWh.

Das größte Stadtwerk Deutschlands hatte bereits zu Jahresbeginn die Preise angehoben. Im Vergleich zum Vorjahr beläuft sich der Preisanstieg deshalb von August an auf rund 70 Prozent, wie das Unternehmen vorrechnet.

Unterstützungsfonds und Energiesparberatung

"Wir bedauern die unerfreuliche Entwicklung und die damit verbundene steigende Belastung unserer Kund*innen", wird Stefan Tauber, Leiter des Kundenservices, in einer Presseaussendung zitiert. Die Erdgaspreise der Stadtwerke würden aber selbst im August noch zu den günstigeren zählen.

Tatsächlich waren selbst die billigsten Gasangebote für München auf dem Vergleichsportal Verivox Stand Mittwochnachmittag teurer. Versorger Maingau landete mit einem Arbeitspreis von 13,49 Cent pro kWh auf Platz eins. Energiekonzern Eon war mit einem Preis von 19,19 Cent pro kWh gelistet.

Preissteigerungen im Großhandel

In den vergangenen Monaten waren  die Preise für Gas auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs stark gestiegen. Wurde eine MWh Gas früher an den Energiebörsen für 20 Euro gehandelt, kostet sie aktuell zumindest für die kommenden Liefermonate das Vierfache oder noch mehr. Anders als viele Grundversorger hatten die Münchner im Winter auf die Einführung teurerer Grundversorgungstarife für Neukunden verzichtet.

Um die neue Preissteigerung so sozial verträglich wie möglich zu gestalten, kündigten die Stadtwerke an, einen Unterstützungsfonds mit 20 Mio. Euro für einkommensschwache Haushalte aufzulegen und die Energiesparberatung insbesondere für Geringverdiener zu intensivieren. (aba)

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