Unterzeichnung der Absichtserklärung (von links): Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwerin, Josef Wolf, André Steinau, Geschäftsführer GP Joule Hydrogen und Hanno Nispel, Geschäftsführer Stadtwerke Schwerin.

Unterzeichnung der Absichtserklärung (von links): Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwerin, Josef Wolf, André Steinau, Geschäftsführer GP Joule Hydrogen und Hanno Nispel, Geschäftsführer Stadtwerke Schwerin.

Bild: © Stadtwerke Schwerin

Die Stadtwerke Schwerin und die Wasserstofftochter des integrierten Energieversorgers GP Joule planen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft im Großraum Schwerin und haben hierzu jetzt einen sogenannten Letter of Intent unterzeichnet. Umgesetzt werden soll das Projekt über eine gemeinsame Betreibergesellschaft.

Diese soll dafür im Industriepark Göhrener Tannen eine Wasserstoffproduktionsanlage mit einer Leistung von drei bis fünf Megawatt errichten und betreiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Schwerin. Der grüne Wasserstoff soll aus dem Sonnenstrom einer dort gerade im Bau befindlichen Photovoltaikanlage eines Stadtwerke-Tochterunternehmens erzeugt werden.

Minister Meyer: "Produktionslinien umweltfreundlicher machen"

Das grüne Gas soll sowohl für eine von GP Joule betriebenen Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr als auch für die regionale Industriekundenbelieferung genutzt werden. Der Wasserstoff kann aber auch in den frisch modernisierten Heizkraftwerken der Stadtwerke Schwerin mit drei neuen Gasturbinen beigemischt oder ins Gasnetz eingespeist werden.

„Ein zentrales Ziel des Vorhabens ist es, die Unternehmen in der Region mit grüner Energie zu versorgen und damit den Schwerlastverkehr und Produktionslinien umweltfreundlicher zu machen. Gleichzeitig soll die entstehende Abwärme effizient genutzt werden“, erklärte der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer, bei einem Pressetermin. Dadurch werde die Attraktivität des Standorts Schwerin für neue Ansiedlungen erhöht.

"Verkehrswende im Güterverkehr vorantreiben"

Der bereits erfolgten Projektplanung schließt sich nun die Ausarbeitung des Förderantrags an, um das Projekt zeitnah umsetzen zu können. „Mit unserem gemeinsamen Projekt wollen wir vor allem die Verkehrswende im Güterverkehr vorantreiben“, betonte André Steinau, Geschäftsführer von GP Joule Hydrogen.

Eine Tankstelle mit grünem Wasserstoff gelte schon heute für Neuansiedlungen von Industriebetrieben als wichtiger Standortvorteil. "Für uns als kommunales Unternehmen ist die Errichtung eines Elektrolyseurs eine sinnvolle Erweiterung unserer bisherigen Erzeugungsanlagen", ergänzte Josef Wolf, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin. Die neuen Gasturbinen der Stadtwerke könnten schon heute anteilig mit zehn, nach einer Umrüstung mit bis zu 20 Prozent beigemischtem Wasserstoff Wärme und Strom erzeugen. (hoe)

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