In Deutschland wird überwiegend mit Erdgas geheizt und auch künftig könnte Gas weiter die Pole-Position unter den Wärmeträgern belegen.

In Deutschland wird überwiegend mit Erdgas geheizt und auch künftig könnte Gas weiter die Pole-Position unter den Wärmeträgern belegen.

Bild: © Thyssengas

Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) schlagen vor, bei der TENP (Trans Europa Naturgas Pipeline) 54 Kilometer zusätzliche Transportinfrastruktur zu bauen. Diese Maßnahme ist bislang nicht im Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas 2018-2028 integiert. Konkret sollen drei Netzausbaumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von zusammen 171 Mio. Euro realisiert werden. Den entsprechenden Entwurf haben die FNB am Mittwoch (1. August) an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übermittelt.

Zum Problem: TENP ist eine rund 500 Kilometer lange Gaspipeline, die 1972 bis 74 gebaut wurde für die Versorgung der Schweiz und Italien mit niederländischem Erdgas. Bei Untersuchungen im vergangenen Jahr wurden Korrosionsschäden an einer der beiden Erdgasleitungen (TENP I) festgestellt und der Strang im Herbst 2017 für den Gastransport gesperrt. Die Sperre dauert bis zum 30. September 2020. Die nun vom FNB Gas konsultierten Versorgungssicherheitsszenarios waren Maßnahmen zur Sicherung der benötigten festen Kapazitäten insbesondere für die Versorgung von Baden-Württemberg.

FNB möchte mit Planung beginnen

Die FNB möchten – sollte die BNetzA die Maßnahmen bestätigen – mit der Planung beginnen. Ziel ist, dass bis zur möglichen Wiederinbetriebsetzung der TENP I die benötigten Kapazitäten bereitstehen. "Sollte bis spätestens zum 30. Juni 2019 keine Entscheidung vorliegen, den entsprechenden Abschnitt der TENP I wieder in Betrieb zu setzen, werden die FNB mit der Realisierung dieser zusätzlichen Netzausbaumaßnahmen beginnen", heißt es.

Im Zeitraum vom 2. Juli bis zum 13. Juli 2018 fand zu den Maßnahmen die Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die eingegangenen Stellungnahmen können auf der FNB Gas Webseite (www.fnb-gas.de) eingesehen werden. Die FNB erwarten noch in diesem Jahr ein entsprechendes Änderungsverlangen zum NEP Gas 2018-2028 von der BNetzA und damit die Zustimmung zu ihrem Ergänzungsvorschlag. (al)

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