Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet hohe Nachzahlungen aus Großbritannien

Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Uniper will seine Gaskraftwerke und Erdgasspeicher dekarbonisieren und holt sich dabei Unterstützung von General Electric (GE). Beide haben eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit geschlossen, wie einer Mitteilung von Uniper zu entnehmen ist. Konkret geht es darum, dass Uniper und GE Gas Power gemeinsam nach technologischen Lösungen für die Dekarbonisierung dieser Anlagen untersuchen, bewerten und entwickeln wollen.

Dazu soll laut Mitteilung eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet werden, die bis Anfang 2021 einen detaillierten Fahrplan zur Dekarbonisierung erstellen soll. Darin wird es unter anderem um die verstärkte Verwendung von grünem Wasserstoff in den GE-Gasturbinen und -Kompressoren der europäischen Kraftwerke und Gasspeicher von Uniper gehen.

Investitionen in Dekarbonisierung der Gasanlagen

Andreas Schierenbeck, CEO von Uniper, zeigt sich überzeugt, dass in einigen Jahren Unipers europäische Flotte hauptsächlich aus klimafreundlichen Gaskraftwerken und CO2-freier Wasserkraft bestehen wird. "Von nun an werden sich unsere Investitionen in erster Linie auf die weitere Dekarbonisierung der Gasanlagen konzentrieren, wozu auch die CO2-Abscheidung, -verwertung und -speicherung nach der Verbrennung (CCUS) sowie blauer oder grüner Wasserstoff gehören können", kündigte er an.

Wenn es Uniper gelinge, die Gasspeicher in großem Umfang auch für Wasserstoff zu nutzen, sei man einer Lösung des Kernproblems der europäischen Energiewende nähergekommen: der fehlenden Speicherkapazität für fluktuierende erneuerbare Energien im industriellen Maßstab, so Schierenbeck weiter. (amo)

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