Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Bild: © Matthias Balk/dpa

Die Uniper Global Commodities SE und die niederländische Vesta Terminals B.V. haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Machbarkeit der Sanierung und Erweiterung eines bestehenden Ammoniak-Lagers zu prüfen. Beide Unternehmen wollen den ersten grünen Ammoniak-Hub "Greenpoint Valley" in Nordwesteuropa schaffen. Uniper beabsichtigt, Kapazitäten in dem Terminal zu buchen, um einen Zugang zu den nordwesteuropäischen Märkten für die wachsenden grünen Ammoniak- und Wasserstoffaktivitäten innerhalb der Uniper Gruppe zu schaffen.

Eine potenzielle Kapazitätsbuchung in Vlissingen werde Unipers Bemühungen begleiten, mehrere Zugangspunkte für grüne Energie nach Europa zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies werde man parallel zum laufenden Wilhelmshavener Ammoniak-Terminalprojekt verfolgen. In Wilhelmshaven baut Uniper nicht nur das erste LNG-Importterminal in Deutschland, sondern plant auch ein Importterminal für grünes Ammoniak. Der Standort Wilhelmshaven soll zu einer grünen Energiedrehscheibe werden.

Inbetriebnahme für 2026 geplant

Vesta Terminals in Vlissingen in den Niederlanden verfügt derzeit über 60.000 m³ gekühlte Lagerkapazität für Ammoniak und kann als künftiges Drehkreuz eine anfängliche Durchsatzkapazität von 0,96 Mio. t pro Jahr bewältigen. Das Terminal ist gut geeignet für die Lieferung von grünem Ammoniak durch Seeschiffe, die auf Binnenschiffe und Eisenbahnkesselwagen umgeladen werden, ist man bei Uniper überzeugt. In einer zweiten Phase kann die Durchsatzkapazität der Anlage auf 1,92 Mio. t/Jahr erweitert werden. Das Terminal soll an das niederländische Wasserstoff-Pipelinenetz angeschlossen werden. Die Inbetriebnahme und die Aufnahme des Betriebs sind für Anfang 2026 geplant. (amo)

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