Eine Bioerdgasanlage der VNG-Tochter Balance in Oschatz (Sachsen)

Eine Bioerdgasanlage der VNG-Tochter Balance in Oschatz (Sachsen)

Bild: © Jeibmann Photographik/VNG

Die VNG-Tochter Balance Erneuerbare Energien (BEE) hat am Donnerstag das 8,5 MWel starke Biogasanlagen-Portfolio der Nordstrom AG erworben. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Leipziger VNG-Konzerns und aus der Website von Nordstrom hervor. Demnach war Nordstrom einer der führenden Biomethan-Produzenten in Deutschland.

Die zehn neuen Anlagen verteilen sich auf acht Standorte in drei ostdeutschen Ländern:

  • in Sachsen-Anhalt (zwei Standorte in Plätz, Hottendorf, Hohenwulsch, Rossau, Mehrin),
  • Brandenburg (Freyenstein) sowie
  • Mecklenburg-Vorpommern (Teterow).

Bisher schon 73 MW

Zugleich übernahm BEE das für die Betriebsführung beschäftigte Personal. Der Kauf steht noch unter kartellbehördichem Vorbehalt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das bisherige Portfolio umfasste 15 Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 73 MWFWL. Mit dem Zugang erhöht die Balance ihre installierte Anlagenleistung um fast ein Drittel. Die VNG-Tochter trägt damit wesentlich dazu bei, im Sinne der VNG-Konzernstrategie "VNG 2030+", substanziell im Bereich Biogas zu wachsen.

"Nachhaltige Ergänzung zu Fluktuierenden"

VNG-Vorstand Infrastruktur/Technik, Hans-Joachim Polk, zum strategischen Hintergrund: "Für VNG nimmt Biogas im Rahmen unserer Grün-Gas-Strategie einen wichtigen Stellenwert ein. Biogas ist flexibel einsetzbar, speicherbar und grundlastfähig. Diese Alleinstellungsmerkmale von Biogas ermöglichen, vor allem den wachsenden Anteil von erneuerbaren fluktuierenden Energien in der deutschen Stromerzeugung nachhaltig zu ergänzen."

Die BEE ist eine 100-prozentige Tochter der VNG-Konzerngesellschaft Balance VNG Bioenergie. Erst Ende vorigen Jahres hatte sie die fünf deutschen Biogasanlagen von Enovos Luxembourg erworben, ebenfalls samt Belegschaft, und damit die installierte Leistung verdoppelt. Diese Anlagen stehen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Zuvor hatte die BEE acht Erzeugungseinheiten gezählt. (geo)

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