Wie kann Wasserstoff sicher und effizient transportiert und gespeichert werden? Der Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen könnte dafür bald eine Lösung haben.
Auf dem Areal, dessen Ursprünge bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreichen, soll eine weltweit einzigartige Anlage zur Speicherung grünen Wasserstoffs im industriellen Maßstab entstehen, wie die Beteiligten verkünden. Gespeichert werden soll der Treibstoff in flüssigen organischen Trägerölen.
Von Braunkohlehochburg zu Wasserstoffbastion?
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat nun bekanntgegeben, das 20 Millionen Euro teure Projekt zu unterstützen. Das Bundesland will selbst neun Millionen Euro beisteuern.
In einer Presseaussendung nennt NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart das Vorhaben ein "gutes Beispiel dafür, wie wir künftig unseren Wirtschafts- und Industriestandort mit grünem Wasserstoff versorgen können". Seine Hoffnung: dass das Rheinische Revier, lange bekannt als Braunkohlehochburg, zum führenden Wasserstoffstandort wird.
Verbindung nach Rotterdam
Eine neu gegründete Tochter der Erlanger Firma Hydrogenious LOHC Technologies übernimmt die Projektsteuerung und den Betrieb der Anlage. Die Mutter liefert dazu ihre patentierte LOHC-Technologie.
Werkstoffhersteller Covestro stellt in Dormagen die Standortfläche zur Verfügung und liefert künftig grünen Wasserstoff. Wissenschaftlicher Partner ist das Forschungszentrum Jülich mit seinem Institut für Energie- und Klimaforschung. Mit dem niederländischen Co-Investor Royal Vopak bereiten die Beteiligten außerdem eine Verbindung zum Hafen Rotterdam vor. (ab)


