Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Das länderübergreifende Wasserstoff-Projekt „Sunfire 1500+“ erhält für den Standort Solingen eine Sieben-Millionen-Euro-Förderung. 4,9 Millionen Euro kommen vom Bund, die restlichen 2,1 Millionen Euro stellt das Land Nordrhein-Westfalen bereit. In dem Projekt geht es um die automatisierte Herstellung von Hochtemperatur- und Alkali-Elektrolyseuren an den Standorten Solingen und Dresden. Die Anlagen werden für die Produktion von grünem Wasserstoff benötigt. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz als europäisches Großprojekt für Wasserstoff (Important Projects of Common European Interest, IPCEI) ausgewählt und von der Europäischen Kommission genehmigt. Das Projekt wird mit Bundes- und Landesmitteln unterstützt.

 

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur betont, dass Wasserstoff ein entscheidender Baustein für die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft und ein riesiger Wachstumsmarkt sei. Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion würden weltweit im Gigawatt-Maßstab nachgefragt und eröffneten dem Maschinen- und Anlagenbau enorme Chancen. Das Vorhaben Sunfire 1500 NRW sei ein wichtiger Schritt für den Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft und ein positives Signal für einen zukunftsfesten Industriestandort. „Wenn wir jetzt schnell die richtigen Weichen stellen, können wir unsere Technologie und unser Know-how in die Welt exportieren und hier vor Ort gute Arbeitsplätze schaffen“, so die Grünen-Politikerin.

Blaupause für Europa

Bereits im März 2023 startete das Werk in Solingen, das früher vorrangig für den Bergbau gefertigt hat, die sogenannte Galvanisierung. Dabei werden Vor-Produkte von Elektrolyseuren metallisch beschichtet. Dieser Schritt stellt die Grundlage für die Serienfertigung der Anlagen in Dresden dar. Das Projekt „Sunfire 1500+“ umfasst die Entwicklung, den Aufbau und die Validierung einer Produktion zur massenhaften, automatisierten Herstellung von Hochtemperatur- und Alkali-Elektrolyseuren. Dadurch werden Fertigungskapazitäten aufgebaut, die als Blaupause für die zukünftige Serienproduktion von Elektrolyseur-Systemen in Europa dienen können. (amo)

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