Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Die Metropolregion Mitteldeutschland, das Wasserstoff-Netzwerk Hypos und mehr als ein Dutzend regionaler Partner haben ein Konzept für ein umfassendes Wasserstoffnetz in der Region in Auftrag gegeben. Die Studie untersucht unter anderem den zukünftigen Bedarf regionaler Unternehmen an grünem Wasserstoff und potenzielle Erzeugerquellen, wie Hypos mitteilt.

"In Mitteldeutschland sind wir bereits seit Jahrzehnten eine funktionierende Wasserstoffregion mit etablierten Wertschöpfungsketten, die zudem mit der Wasserstoffpipeline im Mitteldeutschen Chemiedreieck über ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal verfügt", betont Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer, Metropolregion Mitteldeutschland und Vorstandsmitglied, Hypos.

Erzeugung und Speicherung

Die Studie sei das Ergebnis konkreter Bedarfe industrieller Großanwender in der Region. Die bereits in der Planung und Umsetzung befindlichen Vorhaben werden aufgegriffen. Die DBI Gas- und Umwelttechnik und Infracon erstellen die Studie. Dabei sollen sie insbesondere potenzielle Nutzer von grünem Wasserstoff in der Region Leipzig-Halle, im Umfeld der Chemieparks Leuna, Schkopau und Bitterfeld-Wolfen, am Standort Zeitz, in der Tagebauregion Profen, in Grimma und Chemnitz und deren Bedarfe ermitteln.

Darüber hinaus soll ein Konzept für ein mitteldeutsches Wasserstoffnetz zwischen den Standorten sowie dem zukünftigen Wasserstoffspeicher in der Salzkaverne Bad Lauchstädt entstehen. In weiteren Arbeitspaketen widmet sich die Studie der Erfassung potenzieller Quellen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff in der Region wie Windparks und Photovoltaikanlagen, heißt es.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit

Außerdem werden Ansätze untersucht, inwieweit das Projekt wirtschaftlich tragfähig ist und wie das länderübergreifende Infrastrukturvorhaben finanziert werden kann. Die von der Metropolregion Mitteldeutschland koordinierte Machbarkeitsstudie wird von mehr als einem Dutzend regionaler Akteure und Unternehmen unterstützt und fachlich begleitet.

Zu den Kooperationspartnern gehören neben großen Industrieunternehmen auch die Leipziger Gruppe, die Stadtwerke Halle, Mibrag, Mitnetz und "Eins Energie in Sachsen". Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Spätherbst 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt. (jk)

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