Der Energiedienstleister Energie Südbayern (ESB) und das Stadtwerkenetzwerk Thüga stellen im "H2Direkt" ein bestehendes Erdgasnetz der Energienetze Bayern auf 100 Prozent Wasserstoff um, wie die Unternehmen mitteilen. Es handele sich um eines der wichtigsten Pilotprojekte in Deutschland, um die Potenziale der Gasnetze für eine klimaneutrale Wärmeversorgung aufzuzeigen, betont Marcus Böske, Sprecher der Geschäftsführung, ESB.
Die Umstellung des Erdgasnetzes auf Wasserstoff ist in einem Baugebiet im Markt Hohenwart (Bayern) geplant. Aufgrund der Netztopologie und Altersstruktur biete der ausgewählte Abschnitt optimale Bedingungen für die Umsetzung des Feldtest, heißt es.
Start zur Heizperiode 2023/24
Insgesamt sollen zehn Haushalte und ein Gewerbekunde über einen Zeitraum von zunächst 18 Monaten mit 100 Prozent Wasserstoff versorgt werden. Erste Termine und Begehungen fanden demnach bereits statt.
Die Umbaumaßnahmen sind für das kommende Jahr geplant, die Wärmeversorgung mit 100 Prozent Wasserstoff startet dann zur Heizperiode 2023/24, heißt es weiter. Eingesetzt werden soll ausschließlich grüner, klimaneutraler Wasserstoff.
Stadtwerke profitieren
Die Firma Vaillant wird demnach die H2-Brennwertgeräte für die teilnehmenden Haushalte herstellen und einbauen. Das Forschungsinstitut DVGW-EBI und die keep it green GmbH unterstützen die Projektumsetzung als wissenschaftlicher beziehungsweise planerischer Dienstleister.
Demgegenüber übernimmt die Thüga vor allem konzeptionelle und strategische Aufgaben. Ergebnisse und Erfahrungen will sie anschließend mit den rund 100 Stadtwerken innerhalb der Thüga-Gruppe teilen. (jk)



