Der Day-Ahead-Markt hat einen neuen Rekordnegativpreis in 2024 erreicht. Wer für Samstag, 6. April, für die Stunde zwischen 13 und 14 Uhr verkaufen wollte, zahlte 59,92 Euro pro Megawattstunde (MWh) drauf. Die Day-Ahead-Preise blieben insgesamt sogar über sechs Stunden hinweg im negativen Bereich, wie Daten der Kurzfristbörse Epex Spot zeigen.
Der durchschnittliche Day-Ahead-Strompreis im April notiert derzeit bei rund 50 Euro pro MWh und damit unter dem Vormonat, wo er bei rund 65 Euro pro MWh lag. Die Spotmarktpreise waren im März erstmals wieder leicht gestiegen. Zuvor war der Day-Ahead-Preis von rund 77 Euro zum Jahresanfang auf rund 61 Euro pro MWh im Februar gefallen.
Spitzenwert von über 1500 Euro pro MWh
Die Preisentwicklung auf dem Intra-Day-Markt verläuft ähnlich, wobei die Stromlieferung innerhalb eines Tages teurer ist. So liegt der durchschnittliche Intra-Day-Preis im April bisher bei rund 54 Euro pro MWh.
Auch die Volatilität an der Strombörse hat wieder zugenommen: So beträgt der Spitzenwert in 2024 auf dem Day-Ahead-Markt bislang rund 175 Euro pro MWh. Zahlen musste ihn, wer für den 25. März für die Stunde zwischen 18 Uhr und 19 Uhr Strom kaufen wollte. Der höchste Day-Ahead-Preis im April lag bislang bei 123,30 €/MWh. Der höchste Preis auf dem Intra-Day-Markt schnellte einmal sogar auf 1599,91 Euro pro MWh hoch.
Mehr Leistung bei Erneuerbaren
Die Gründe für die fallenden Strompreise dürften zum einen in einer Normalisierung des Marktgeschehens liegen. Aber auch der gestiegene Anteil von erneuerbaren Energien im Stromsystems verbilligt die Preise. So ist der Anteil nicht-erneuerbarer Energieerzeuger im Netz seit Anfang des Jahres kontinuierlich gefallen.
So bewegt sicher deren Erzeugungsleistung im April zwischen rund 7,5 GW und 20 GW. Im Januar waren es auf dem Hochpunkt noch rund 40,5 GW gewesen. Die Leistung der Erneuerbaren lag in der Spitze derweil bei bis zu 70 GW. (jk)



