Frankreich setzt im Vergleich zu Deutschland -–auf dem Bild das AKW Philippsburg – weiterhin stark auf Atomkraft. Gerade deshalb ist die Verzögerung des Neubaus Flamanville ein Rückschlag.

Frankreich setzt im Vergleich zu Deutschland -–auf dem Bild das AKW Philippsburg – weiterhin stark auf Atomkraft. Gerade deshalb ist die Verzögerung des Neubaus Flamanville ein Rückschlag.

Bild: © Daniel Meier-Gerber/EnBW

Nach Angaben der EnBW vom Donnerstag wurden bei der letzten Revision vor seiner endgültigen Abschaltung spätestens zum Jahresende keine neuen Brennelemente mehr eingesetzt. Es wurden Kühlwasserstraßen, Pumpen und Transformatoren überprüft sowie eines der vier Notspeisebecken saniert, das im Notfall der Kühlung dient.

Im Südwesten ist sonst nur noch ein Atommeiler in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) in Betrieb. Er ist in Revision; gut eine Woche war so keiner der beiden verbliebenen Atomblöcke am Netz. Die älteren Blöcke an beiden Standorten sind bereits stillgelegt. Block II in Neckarwestheim soll spätestens Ende 2022 seine Produktion einstellen.

Ende 2022 sollen Atommeiler vom Netz gehen.

Danach wird in Baden-Württemberg kein Atomstrom mehr produziert. Noch decken die beiden Anlagen in Philippsburg und Neckarwestheim laut EnBW etwa ein Drittel des hiesigen Stromverbrauchs ab. In gut drei Jahren wird Baden-Württemberg seinen Strom aus Kohle, Erneuerbaren Energien - Wind, Wasser, Sonne und Biomasse - sowie per Stromhandel beziehen. Das künftige Energiesystem sieht zudem Gaskraftwerke als Backup vor. Die EnBW will bis 2020 rund 40 Prozent ihres Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugen. (dpa/bh)

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