Die Windkraft an Land kommt nicht wieder auf die Beine und wird voraussichtlich unter der Ausbauschwelle von 1000 MW in 2019 bleiben.

Die Windkraft an Land kommt nicht wieder auf die Beine und wird voraussichtlich unter der Ausbauschwelle von 1000 MW in 2019 bleiben.

Bild: © Heesen Images/Adobe Stock

Die Ausbaukrise bei der Windenergie an Land hat sich verschärft. Nach einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land gingen von Januar bis Ende September 2019 nur 148 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 507 MW ans Netz. Dieser Wert sei in den vergangenen fünf Jahren jeweils schon im ersten Quartal erreicht worden. Die bisherige Neuanlagenleistung in diesem Jahr liege um 82 Prozent unter dem Durchschnitt der Vergleichszeiträume zwischen 2014 und 2018.

Die meisten Windturbinen – nämlich 36 – wurden laut Analyse in den ersten neun Monaten in Niedersachsen in Betrieb genommen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (21) und Brandenburg (19). In Bayern kamen zwei neue Windkraftanlagen hinzu. Keinen Zubau gab es dagegen in diesem Jahr bislang in Berlin, Bremen, Hamburg sowie im Saarland.

Nicht mal 1000 MW in diesem Jahr

Bereits im ersten Halbjahr war der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland fast zum Erliegen gekommen. Aufgrund der Entwicklung sei davon auszugehen, dass der Gesamtzubau bis Jahresende die Schwelle von 1000 MW nicht erreichen werde, so die Fachagentur. Der Bundesverband Windenergie hatte im Juli seine Prognose für das Gesamtjahr heruntergeschraubt, auf einen Zubau von rund 1500 MW. In den Jahren 2014 bis 2017 lag der jährliche Zubau laut Branchenangaben noch bei durchschnittlich 4600 MW. (dpa/pm)

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