Der Kallenwald ist seit Kurzem ein Windkraft-Standort. Der Grünstrom wird direkt von einem Großunternehmen in der Region abgenommen.

Der Kallenwald ist seit Kurzem ein Windkraft-Standort. Der Grünstrom wird direkt von einem Großunternehmen in der Region abgenommen.

Bild: © badenova/Jonas Conklin

Die Badenova hat ihre jüngste Windkraftanlage in Betrieb genommen. Hoch auf der Bergkuppe über dem Kallenwald werden ab jetzt etwa 9 Mio. kWh Strom erzeugt. Das Vermarktungskonzept für diese Menge steht ebenfalls schon: Der Sanitärhersteller Hansgrohe SE nimmt den Strom bis 2029 über ein PPA ab.

Versorgt werden die Unternehmensstandorte in Schiltach und Offenburg. Hansgrohe-Vorstand Hans Jürgen Kalmbach freut sich über die Zusammenarbeit mit der Badenova: „Seit 1987 gehen wir von Hansgrohe stringent den Weg der grünen Transformation. Zum einen mit wasser- und energiesparenden Produkten, die gleichzeitig helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren. Aber auch durch unser Bestreben für einen nachhaltigen Energiebezug.“ Die Vereinbarung mit Badenova sei deshalb auch für Hansgrohe ein absoluter Meilenstein auf diesem Weg. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Badenova unseren Beitrag für die Energiewende in der Region zu leisten.“

Ausgleichsmaßnahmen für Natur- und Artenschutz

Die Enercon-Anlage im Kallenwald verfügt über eine Nennleistung von 4,2 MW und spart damit jährlich etwa 3690 Tonnen CO2 ein. Auch der Schutz von Flora und Fauna stand bei der Planung und Umsetzung des Windrades an oberster Stelle. So legte die Badenova Wärmeplus unter anderem zwei Stillgewässer als Nahrungshabitate für Fledermäuse und Lebensraum für Waldschnepfen an und installierte über 150 Nistkästen für Kleintiere und Vögel. Zudem wurden zwei Waldflächen aus der forstlichen Nutzung herausgenommen. Der Großteil der Ausgleichsmaßnahmen läuft über die nächsten 20 bis 25 Jahre. (lm)

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