Der Windpark Perl nahe der deutsch-luxemburgisch-französischen Grenze.

Der Windpark Perl nahe der deutsch-luxemburgisch-französischen Grenze.

Bild: © Juwi

In den drei Innovationausschreibungen, die es bisher gab, werden bislang fast ausschließlich Kombinationen von PV-Anlagen mit Batteriespeichern eingereicht und bezuschlagt. Nicht so in der ersten Ausschreibung, die 2020 stattfand. Damals ging Juwi mit einem Windkraft-Speicher- Duett ins Rennen und bekam einen positiven Förderbescheid. Nun wird das Projekt gebaut.

In der Uckermak laufen bereits die Vorbereitungen für den Bau von zwei Windkraftanlagen und einen Batteriespeicher. Im November sollen dann die zwei Turbinen von Vestas mit jeweils 3,6 MW Leistung geliefert werden. Spätestens im Januar nächsten Jahres plant die MVV-Tochter dann die Anlagen im Windpark „Schmölln II“ in Betrieb zu nehmen.

Innovative Finanzierung

Der Batteriespeicher mit drei MWh Kapazität von Samsung soll dann ebenfalls ans Netz gehen, um grünen Überschussstrom in windschwache Zeiten zu transferieren. Nicht nur die Kombination beider Technologien ist in Deutschland im Rahmen einer Ausschreibung bisher einmalig, auch die Finanzierung ist ungewöhnlich.

So bekommt das Projekt einerseits über 20 Jahre die EEG-Einspeisevergütung, andererseits wird der Strom über ein PPA mit der MVV Trading vermarktet. Juwi hat dazu einen Kaufvertrag mit der Investmentgruppe CEE Group geschlossen, die den Windpark künftig besitzen und betreiben. Das PPA war Teil des Vertrags und läuft über zehn Jahre.

Bisher überwiegen Post-EEG-PPAs

Für Juwi ist es das zweite Neubau-Projekt, das in Deutschland über ein PPA finanziert wird, bislang konzentrierte sich das Unternehmen auf Langfristlieferverträge für Post-EEG-Anlagen und ausländische Vorhaben. (lm)

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