Im Rahmen des Projekts „HeatFlex“ erproben Tennet und der Verteilnetzbetreiber Bayernwerk, wie Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen so gesteuert werden können, dass Netzengpässe vermieden werden. Nach den ersten Erfolgen des Projekt steigen nun drei weitere Partner ein.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Haßfurt, sowie der SWW Wunsiedel GmbH und der Regensburg Netz GmbH sollen nun weitere Potenziale der Sektorenkopplung untersucht werden. Dabei geht es vor allem um die Netzstabilität. Nachdem „HeatFlex“ bereits gezeigt hat, dass sich durch die intelligente Steuerung von Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen Auswirkungen auf die Netzfrequenz reduzieren lassen, soll nun herausgefunden werden, inwieweit hierbei auch weitere steuerbare Verbrauchseinheiten zur Reduktion von Schwankungen beitragen können.
Praxistest war erfolgreich
Seit Sommer 2018 läuft „HeatFlex“ bereits. Dabei ging es vor allem darum, regionale Flexibilitäten auf Verbraucherseite zu identifizieren und Transportengpässe im Verteilnetz zu vermeiden. Im Versorgungsgebiet des Bayernwerks sind über 170.000 dezentrale steuerbare Stromnutzer angeschlossen, die über eine Leistung von insgesamt etwa 200 MW verfügen.
Ein erster Test im Sommer 2018 bewies bereits die technische Machbarkeit von HeatFlex: Auf Anforderung von TenneT wurden bei realen Transportengpässen dezentrale Stromnutzer durch das Bayernwerk gesteuert. Dabei zeigte sich, dass die Kommunikation zwischen den Leitstellen beider Netzbetreiber schnell und problemlos funktionierte und unverzüglich auf die Engpässe reagiert werden konnte. (ls)


