Der Münchner Konzern Baywa hat in den vergangenen Jahren das Geschäft mit erneuerbaren Energien stark ausgeweitet. Das Unternehmen plant und baut in Europa und Übersee Windparks und Solaranlagen.

Der Münchner Konzern Baywa hat in den vergangenen Jahren das Geschäft mit erneuerbaren Energien stark ausgeweitet. Das Unternehmen plant und baut in Europa und Übersee Windparks und Solaranlagen.

Bild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

Der Münchner Mischkonzern Baywa hofft in diesem Jahr auf Wind und Sonne fern der Heimat. Vorstandschef Klaus Josef Lutz rechnet mit nahezu einer Verdopplung der Aufträge für den Bau von Ökostromkraftwerken – von 650 MW Leistung im vergangenen auf 1,1 GW in diesem Jahr. Lutz nannte Japan, Malaysia, Indonesien und Australien als Länder mit großen Projekten. «Der asiatische Markt wird sich neben dem amerikanischen Markt weiter als Schlüsselmarkt für uns entwickeln», sagte Lutz am Donnerstag in München.

China spielt für das Energiegeschäft der Baywa keine Rolle – «die Chinesen machen das selbst», sagte Lutz. Auswirkungen auf das aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Traditionsunternehmen hat China aber durchaus. Größtes Geschäftsfeld der Baywa ist nach wie vor der Agrarhandel. Seit Herbst vergangenen Jahres sind die Getreidepreise auf den internationalen Märkten stark gestiegen. «Die Chinesen kaufen alles, was geht», sagte Lutz dazu. «Das wird die internationale Einlagerungsquote nach unten ziehen.» Für die Baywa bedeute das Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Gutes erstes Quartal

Sowohl Energiegeschäft als auch Agrarhandel trugen dazu bei, dass die Baywa unverhofft gut ins neue Jahr startete. Im ersten Quartal weist das Unternehmen häufig einen Verlust aus. Dieses Mal meldeten Lutz und Finanzchef Andreas Helber dagegen einen Nettogewinn von 14,7 Mio. Euro, verglichen mit 39,5 Mio. Verlust vor einem Jahr.

Hoffnungsvoll stimmen das Unternehmen unter anderem Prognosen, nach denen in diesem Jahr weltweit an Land Windräder mit 75 Gigawatt Leistung zugebaut werden könnten, dazu neue Solaranlagen mit 171 Gigawatt. Letzteres wäre ein Plus von mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2020.

Vorsicht wegen Corona

«Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr wie geplant an das Rekordergebnis von 2020 anknüpfen können, auch wenn der weitere Verlauf der Corona-Pandemie und ihre Folgen für die Weltwirtschaft schwer vorhersehbar bleiben», sagte Lutz. Noch wagte er aber keine Erhöhung oder Konkretisierung der Jahresprognose eines steigenden Umsatzes und Ergebnisses. (dpa/lm)

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