Der Verbrauch Erneuerbarer Energien stieg an, während der von fossilen, wie Kohle leicht zurück ging.

Der Verbrauch Erneuerbarer Energien stieg an, während der von fossilen, wie Kohle leicht zurück ging.

© Stefan Loss/Adobe Stock

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 wurden in Deutschland 383 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht. Das sind 4,7 Prozent weniger als von Januar bis September des Jahres 2019. Hochgerechnet auf das Kalenderjahr könnte der Rückgang des Stromverbrauchs laut einer BDEW-Berechnung 3,5 Prozent betragen. 

Grund für den Rückgang ist die vor allem im zweiten Quartal durch die Corona-Pandemie stark gesunkene Industrie-Produktion. Die Industrie ist mit einem Anteil von fast 46 Prozent größter Stromverbraucherin Deutschland. Nachdem der Stromverbrauch während des Lockdowns im Frühjahr zwischenzeitlich um bis zu zwölf Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums lag, erholte er sich zuletzt wieder. Im vergangenen September lag der Stromverbrauch nur noch 2,4 Prozent unter dem im September 2019.

Milde Witterung lässt Gasverbrauch sinken

Auch der Gasverbrauch fiel in den ersten drei Quartalen 2020 geringer aus als im Vorjahr. Nach den Berechnungen des BDEW wurden im Jahr 2020 in Deutschland 661 Mrd. kWh Erdgas verbraucht und damit drei Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Verantwortlich hierfür war zum einen die milde Witterung zu Beginn des Jahres. Die Monate Januar und Februar waren überdurchschnittlich warm. Zum anderen wirkte sich auch hier die Corona-Pandemie aus. So lag auch der witterungsbereinigte Erdgasverbrauch trotz einer leicht gestiegenen Stromerzeugung aus Erdgas rund ein Prozent unter dem Wert des Vergleichszeitraums. (gun)

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