Bild: © Daimler

Die Entscheidung gegen den Bau einer Batteriefabrik in Bitterfeld-Wolfen kam laut Stadtverwaltung nicht aus heiterem Himmel. Man beobachte die Entwicklung durch den ständigen Austausch mit dem Unternehmen Farasis schon seit längerem, sagte der Chef des Stabs Wirtschaftsförderung der Stadt, Steve Bruder, am Montag. Nun sei der städtebauliche Vertrag in Einverständnis mit Farasis gelöst worden.

Die Umsetzung des Ursprungsprojektes - Batteriezellen für Mercedes zu produzieren - sei erstmal hinfällig, da die benötigten Zellen derzeit in China gefertigt würden, erklärte Bruder. Aufgrund von Zeitverzug hätten sich die beiden Unternehmen entschieden, aus China heraus zu produzieren, um die Liefertermine einzuhalten. Dort seien die Anlagen und Fabriken schon vorhanden.

Neue Pläne könnten folgen

Nun werde die Stadt gemeinsam mit Farasis schauen, was in Bitterfeld-Wolfen entstehen soll. Man sei «optimistisch, dass wir dennoch eine Entwicklung mit Farasis schaffen», sagte Bruder.

Eigentlich hatte der Mercedes-Zulieferer geplant, in Bitterfeld-Wolfen ab 2022 Batteriezellen zu fertigen. Rund 600 Jobs sollten entstehen. Der Standort sollte zudem neuer Europasitz des Konzerns werden. Schon im vergangenen Jahre hatte es Berichte gegeben, wonach das Projekt auf den Prüfstand kommt. Farasis wurde 2002 in Kalifornien gegründet und sitzt inzwischen im chinesischen Ganzhou. Seinen Deutschland-Sitz hat das Unternehmen in Frickenhausen bei Esslingen. (dpa/lm)

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