Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde liegt im Süden Brandenburgs. Mit einer Leistung von 3000 MW ist es nach den RWE-Meilern Neurath und Niederaußem das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands.

Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde liegt im Süden Brandenburgs. Mit einer Leistung von 3000 MW ist es nach den RWE-Meilern Neurath und Niederaußem das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands.

Bild: © Leag

Mit der Abschaltung des zweiten von sechs Blöcken im Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde am kommenden Montag fallen nach Angaben des Betreibers im gesamten Unternehmen 600 Jobs weg. Das betreffe sowohl den Tagebau als auch das Kraftwerk, sagte der Betriebsratschef des Kraftwerks, Maik Rolle, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Am Montag werde deshalb eine Mahnwache abgehalten, 600 Holzkreuze sollen vor dem Kraftwerk aufgestellt werden.

Nach Angaben des Betreibers Leag wird Block E um 17 Uhr vom Netz getrennt. Ab Mitternacht werden keine Emissionen mehr erzeugt und der 500-Megawatt-Block geht in Sicherheitsbereitschaft.

Anpassung an Vorgaben des Netzbetreibers

Damit ist das Lausitzer Revier zum zweiten Mal von der Regelung im Energiewirtschaftsgesetz betroffen. Darin ist eine Energiesicherheit im Notfall festgelegt. Zugleich soll mit dem Ausstoß von weniger Kohlendioxid aufgrund der Abschaltung das Klima geschont werden. Vor einem Jahr wurde bereits Block F vom Stromnetz getrennt und befindet sich seitdem in der vierjährigen Sicherheitsbereitschaft, an deren Ende er stillgelegt wird.

Welche Auswirkungen die Abschaltung auf das Stromnetz haben wird, müsse der Netzbetreiber erklären, hieß es von der Leag weiter. Die Kraftwerkseinheiten in Jänschwalde seien so flexibel, dass sie je nach Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenstrom erneuerbare Energien in das Stromnetz integrieren könnten. Die Kraftwerksanlagen könnten sich so an die Vorgaben des Netzbetreibers zur Sicherstellung einer stabilen Netzfrequenz anpassen, erklärte eine Leag-Sprecherin.

Maßnahme zum Klimaschutz 2015 vereinbart

Die schrittweise Abschaltung von insgesamt acht Braunkohleblöcken im rheinischen Revier und in Ostdeutschland war 2015 als Maßnahme zum Klimaschutz vereinbart worden. (dpa/hil)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper