Dirk Waider (rechts), Vorstand der Gelsenwasser AG und Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, nehmen das modernisierte Wasserkraftwerk in Bochum-Stiepel in Betrieb.

Dirk Waider (rechts), Vorstand der Gelsenwasser AG und Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, nehmen das modernisierte Wasserkraftwerk in Bochum-Stiepel in Betrieb.

Stadtwerke Bochum

Für rund 2,6 Mio. Euro hat die Wasserbeschaffung und Energieerzeugung Mittlere Ruhr GmbH (WMR) im vergangenen Jahr das Trinkwasserwerk im Bochumer Ortsteil Stiepel zu einem reinen Wasserkraftwerk zur Erzeugung von Ökostrom umgebaut. Die Tochtergesellschaft der Gelsenwasser AG und der Stadtwerke Bochum investierte zusätzlich weitere 1,2 Mio. Euro in eine Fischaufstiegsanlage. Die modernisierte Anlage wurde gestern von Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Thiel gemeinsam mit Gelsenwasser-Vorstand Dirk Waider mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen.

Standort Stiepel soll künftig 5,4 Mio. kWh Ökostrom erzeugen

Im Zuge des Umbaus wurden statt bisher zwei nun vier der vorhandenen Kaplanturbinen mit Generatoren zur regenerativen Stromerzeugung ausgestattet. Außerdem wurden die Generatoren modifiziert, die Rechenreinigungsanlage vor dem Triebwasserkanal erneuert, ein neuer Transformator installiert sowie Anlagenteile für die ehemalige Trinkwasserförderung zurückgebaut. Der Standort Stiepel soll künftig statt bisher 3,6 jährlich rund 5,4 Mio. kWh Ökostrom aus Wasserkraft erzeugen, erklärte Frank Thiel. Der Strom werde in das deutsche Stromnetz eingespeist und nach EEG-Gesetz vergütet.

Die Trinkwasserförderung im Wasserwerk Stiepel war 2015 nach mehr als 100 Jahren Betrieb im November 2015 eingestellt worden. Die Bochumer Bürger werden seitdem vollständig aus den Wasserwerken Witten und Essen versorgt. (hoe)

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