Unter anderem weniger Wind als im Vorjahr ließ 2021 den Erneuerbaren-Anteil am deutschen Stromverbrauch schrumpfen.

Unter anderem weniger Wind als im Vorjahr ließ 2021 den Erneuerbaren-Anteil am deutschen Stromverbrauch schrumpfen.

Bild: © Christian Charisius/dpa

Die digitale Plattform Caeli Wind hat die selbstgesteckten Vorgaben für das Jahr 2023 übertroffen. "Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, Flächen mit einer installierbaren Leistung von 1000 MW über unsere Plattform zu vermitteln", sagt Heiko Bartels, Geschäftsführer des Berliner Unternehmens. "Diese Marke haben wir im Dezember geknackt."

Durch Analyse und Vermittlung über die Caeli-Plattform könnten mittlerweile bis zu 173 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1200 MW entstehen. Beim überwiegenden Teil der Anlagen handelt es sich demnach um das Modell V172 des Herstellers Vestas, gefolgt von den Enercon-Modellen E-175 EP5 und E-160 EP5.

18 Monate weniger

Vor allem in Bundesländern, in denen der Windenergie-Ausbau vergleichsweise schleppend verläuft, gibt es dabei Fortschritte. Neben 17 Flächen in Baden-Württemberg wurden in diesem Jahr erstmals auch Standorte in Bayern auf Caeli Wind vergeben oder befinden sich im laufenden Vergabeprozess.

Im Schnitt vermittelt die Plattform inzwischen nach eigenen Angaben alle 14 Tage geprüfte Standorte. Durch digitalisierten Prozesse, KI-Unterstützung und einen wachsenden Datenschatz kann Caeli Windpotenzialflächen schneller identifizieren, prüfen und vermitteln. "Durchschnittlich 18 Monate werden dank Caeli Wind hierbei je Standort eingespart", so Bartels.

Fast ausschließlich digital

137 Projektentwickler und Energieversorger haben Caeli Wind mittlerweile konsultiert. 69 davon sind bereits fest in die Plattform integriert.

"Besonders erfreulich ist, dass die meisten Transaktionen, die über unsere Plattform initiiert wurden, nahezu vollständig digital abgeschlossen werden konnten", so Bartels weiter. "Die Resonanz ist dabei sehr positiv - niemand hat mehr Lust auf Leitz Ordner." Die Branche habe das immense Potential der Digitalisierung in der Flächenanalyse und -akquise erkannt.

Neue interaktive Tools

Caeli wächst deshalb auch als Unternehmen. So hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden im laufen Jahr auf über 40 verfünffacht. Im kommenden Jahr will die Ausgründung der LBD-Beratungsgesellschaft ihr Transaktionsvolumen erhöhen – auch außerhalb Deutschlands.

"Deutschland bleibt unser Kernmarkt, doch wir sehen auch erhebliches Potenzial in anderen europäischen Ländern", erläutert Bartels. 2024 soll zudem weitere interaktive Tools in die Plattform eingeführt werden, etwa virtuelle Standortbegehungen sowie browserbasierte Schall- und Wake-Loss-Analysen. "Diese Werkzeuge werden nicht nur die Projektbewertung vereinfachen, sondern auch die Effizienz und Qualität der Projekte weiter erhöhen", verspricht der Geschäftsführer. (jk)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper