Die europäische Energiebörse EEX hat den Zuschlag als Verkaufsplattform für den nationalen Emissionshandel erhalten.

Die europäische Energiebörse EEX hat den Zuschlag als Verkaufsplattform für den nationalen Emissionshandel erhalten.

Bild: © EEX

Die europäische Energiebörse EEX verantwortet die Verkaufsplattform für den neu eingeführten Brennstoffemissionshandel in Deutschland. Das Umweltbundesamt gab dem Unternehmen mit Hauptsitz in Leipzig den Zuschlag, entsprechende Emissionszertifikate zu veräußern.

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts sprach von einem "wichtigen Meilenstein". Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der EEX, sagte, die Ernennung als Dienstleister gebe seinem Unternehmen die Chance, "mit unserer Erfahrung und Expertise Klimaschutz auch in weiteren Sektoren zu unterstützen, in denen Deutschland Vorreiter ist."

Handel für Sektoren Wärme und Verkehr

Der nationale Emissionshandel ist in Deutschland seit diesem Jahr in Kraft. Damit wird erstmals ein CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr auf nationaler Ebene festgelegt. Diese Bereiche werden bislang nicht vom europäischen Emissionshandelssystem erfasst.

Einbezogen in das System sind grundsätzlich alle auf den Markt gebrachten CO2-verursachenden Brennstoffe, insbesondere Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und Kohle. Beteiligen müssen sich diejenigen, die Brennstoffe in Verkehr bringen, das heißt beispielsweise Gaslieferanten oder Unternehmen der Mineralölwirtschaft.

Bis 2025 festgelegte Preise

Für den nationalen Emissionshandel ist zunächst eine Festpreisphase bis 2025 vorgesehen. Emissionszertifikate werden bis dahin zu einem gesetzlich festgelegten — und jährlich steigenden — Preis ausgegeben.

Bis einschließlich 2025 wird der Verkauf von solchen Emissionszertifikaten über die EEX zu diesen festgelegten Preisen stattfinden. Ab 2026 werden die Zertifikate dann nicht mehr zum Festpreis verkauft, sondern versteigert.

Kauf der Zertifikate

Erstmals zum 30. September 2022 müssen die Teilnehmer des nationalen Emissionshandels die vorher erworbenen Zertifikate für das Berichtsjahr 2021 im Emissionshandelsreigster der Deutschen Emissionshandelsstelle abgeben.

Die Emissionszertifikate für 2021 werden zwischen Oktober und Dezember 2021 an mindestens zwei Terminen pro Woche zum Kauf angeboten. Die EEX will die genauen Termine mindestens sechs Wochen vor dem Start des Verkaufs auf ihrer Website veröffentlichen.

Zulassungsantrag bei EEX

Von September 2021 an können Teilnehmer des nationalen Emissionshandels einen Zulassungsantrag bei der EEX stellen. Neben der direkten Teilnahme am Verkauf besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Emissionszertifikate über einen anderen zugelassenen Teilnehmer (Vermittler oder "Intermediär") zu erwerben. (ab)

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