Das Stromnetz der Bahn kann zukünftig einen Teil zur Stabilität des öffentlichen Netzes beitragen.

Das Stromnetz der Bahn kann zukünftig einen Teil zur Stabilität des öffentlichen Netzes beitragen.

Bild: © nokturnal/Adobe Stock

Der Ausbau der Erneuerbaren führt durch die volatile Einspeisung von Sonnen- und Windstrom unumgänglich zu mehr Spannungsschwankungen, die dann zum Beispiel durch Blindenergie ausgeglichen werden. Diese Systemdienstleistung wird bislang vor allem durch konventionelle Kraftwerke zur Verfügung gestellt. Aufgrund des beschlossenen Kohleausstiegs müssen in naher Zukunft aber andere Quellen diese Energie bereitstellen.

Auch das Bayernwerk Netz sucht nach neuen Quellen und hat mit dem neuen Partner DB Energie möglicherweise eine Lösung gefunden. Zukünftig könnten die Umrichterwerke der Bahn Blindleistung bereitstellen und damit aktiv das öffentliche Stromnetz steuern. In dem Projekt "Bahn.Bayernwerk.Blindleistung" wird nun in einem ersten Schritt untersucht, welche Umrichterwerke dafür in Frage kämen und kommunikationstechnisch noch besser angebunden werden müssen.

DB Energie-Geschäftsführer zuversichtlich

Werner Raithmayr, Geschäftsführer Technik von DB Energie zum Projekt: "Durch die flexible Bereitstellung von Blindleistung aus Umrichterwerken könnte die Deutsche Bahn einen Beitrag zur Energiewende in den öffentlichen Netzen leisten, der über die Versorgung der Eisenbahnverkehrsunternehmen mit grünem Bahnstrom hinausgeht. Mit der Bayernwerk Netz haben wir einen kompetenten Partner, um dieses Konzept zu erproben. Ein Beitrag zur Stabilisierung der öffentlichen Netze nützt allen und damit auch unseren Bahnkunden." (pm)

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