Über zehn Milliarden Euro flossen und fließen 2017, 2018 und 2019 in die deutsche Netzinfrastruktur.

Über zehn Milliarden Euro flossen und fließen 2017, 2018 und 2019 in die deutsche Netzinfrastruktur.

Bild: © Hiesinger

Verteilnetzbetreiber stehen in Zeiten der Energiewende vor ganz neuen planerischen Herausforderungen. Es müssen nicht nur viele Erneuerbaren-Anlagen dezentral ins Netz eingebunden werden, sondern auch Smart-Grid-Technologien und Flexibilitätslösungen Berücksichtigung im Netzausbau finden. "DiGO" (Distribution Grid Optimization) soll die Netzplanung auf Niederspannungsebene erleichtern und dadurch den Netzausbau verbraucherfreundlicher machen.

Für das Forschungsprojekt arbeitet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) seit September 2018 an Algorithmen, die auf Basis von Messdaten eine präzisere Abschätzung der Netzbelastung zulassen. Liegen nicht genügend Daten für "DiGO" vor, werden anhand von frei verfügbaren Verbrauchsinformationen Lastprofile von Netzanschlussnehmern charakterisiert.

Integration in Netzberechnungssoftware steht an

Der Lastprofilgenerator des Fraunhofer ISE generiert anschließend wiederum ein möglichst spezifisches Profil zur Vorhersage. Für eine automatisierte Netzausbauplanung müssen die Algorithmen nun in ein Netzausbautool implementiert werden. Dafür wird die Netzberechnungssoftware Cerebus mit "DiGO" verknüpft und in die gewohnte Software-Umgebung integriert.

Bis 2021 soll das Tool entwickelt werden – die Stadtwerke Wolfhagen haben es schon heute im Praxistest. (ls)

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