Photovoltaik liegt im Trend: Es gibt Anzeichen für ein Wiederaufleben des "Solar Valley" in Ostdeutschland.

Photovoltaik liegt im Trend: Es gibt Anzeichen für ein Wiederaufleben des "Solar Valley" in Ostdeutschland.

Bild: © LEW

In Deutschland wird der erste große PV-Park ohne Einspeisevergütung umgesetzt: Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Energiekontor AG haben für einen von Energiekontor geplanten Solarpark einen langfristigen Stromabnahmevertrag abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass EnBW 100 Prozent des Stroms zum Festpreis abnehmen wird. Im Rahmen der vereinbarten Vertragslaufzeit von 15 Jahren gehen die beiden Unternehmen von einer insgesamt produzierten Strommenge von rund 1,3 Mrd. kWh aus.

Der östlich von Rostock geplante Solarpark soll mit einer installierten Leistung von circa 85 MW jährlich rund 88 Mio. kWh Strom produzieren. Das reicht aus, um den jährlichen Strombedarf von rund 25.000 Haushalten zu decken. Peter Heydecker von EnBW möchte mit diesem Stromabnahmevertrag "eine Vorreiterrolle bei der Vermarktung von Strom in Deutschland aus großen Solaranlagen" einnehmen: "Unsere Kooperation mit Energiekontor ist nun auch in Deutschland ein wichtiger Schritt für die Umsetzung von Solarprojekten ohne staatliche Förderung."

Erneuerbare sollen preiswerter werden als fossile Brennstoffe

Energiekontor wird das Projekt auf 120 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in der Stadt Marlow und der Gemeinde Dettmannsdorf umsetzen. Die Inbetriebnahme des Solarparks ist für Ende 2020 vorgesehen. Doch die Ziele von EnBW sind größer: "Wir verfolgen die Vision, dass eines Tages der gesamte Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie gedeckt wird. Als Pionier in unserer Branche wollen wir als einer der Ersten Wind- und Solarparks realisieren, deren Stromgestehungskosten niedriger sind als die der konventionellen Energiewirtschaft", so Heydecker.

Energiekontor hat in England bereits den ersten förderungsfreien Windpark errichtet. Die Firma möchte nun auch in Deutschland als Pionier vorangehen und den ersten großen Solarpark außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetz(EEG)-Regimes realisieren. Der Weg dazu sind langfristige Verkaufskontrakte, kurz PPA: "Mit dem Abschluß dieses PPA haben wir jetzt eine solide Basis, um die Projektentwicklung des Solarparks Marlow-Dettmannsdorf voranzutreiben", stellt Peter Szabo, der Vorstandsvorsitzende der Energiekontor AG, fest. (sig)

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