Hier wird bald vermehrt japanisch gesprochen: Eneco-Zentrale in Rotterdam (im Hintergrund).

Hier wird bald vermehrt japanisch gesprochen: Eneco-Zentrale in Rotterdam (im Hintergrund).

Bild: © Eneco

Ein Konsortium um den japanischen Technologiekonzern Mitsubishi hat den Zuschlag für die Übernahme des niederländischen Energieunternehmens Eneco erhalten. Der Kaufpreis wurde mit 4,1 Milliarden Euro beziffert. Das auf erneuerbare Energien spezialisierte Unternehmen befürwortet die Transaktion. „Das Konsortium hat den Aktionären und allen anderen Interessengruppen von Eneco, einschließlich der Mitarbeiter, das beste Angebot unterbreitet“, teilte Eneco mit.

Bislang teilen sich 44 niederländische Kommunen die Anteile von Eneco. Aus dem Verkaufsvertrag geht nun hervor, dass Mitsubishi 80 Prozent übernehmen wird. Konsortialpartner Chubu ist drittgrößter Stromversorger in Japan; er erhält 20 Prozent. Die beiden japanischen Firmen setzten sich damit gegen zwei Bietergruppen durch. In der einen Gruppe hatten sich Shell mit der Fondsgesellschaft PGGM zusammengetan, die anderen bestand aus der Rabobank und dem Private Equity Investor KKR.

Milliardeninvestitionen in Europa

Die kommunalen Kontrollgremien der bisherigen Besitzer müssen dem Verkauf noch zustimmen, das gilt jedoch als Formsache. Der CFO von Eneco, Guido Dubbeld, teilte unterdessen mit, die neuen Eigentümer planten, in den nächsten drei Jahren rund eine Milliarde Euro in die Eneco-Standorte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden investieren zu wollen. Die Schwerpunkte würden in den Niederlanden und bei der Windenergie liegen. (sig)

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