Strom

Enercity erhält Großauftrag für PV-Anlagen

Niedersachsen will erneuerbare Energien deutlich ausbauen. Das soll auch auf landeseigenen Gebäuden geschehen. Nun hat das Land dafür einen Vertrag mit Enercity geschlossen.
03.08.2023

von links nach rechts: Uwe Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung der Beratung PD; Gerald Heere (Grüne), niedersächischer Finanzminister, und Susanna Zapreva, CEO, Enervity

Die Dächer zahlreicher landeseigener Gebäude in Niedersachsen sollen in den kommenden Jahren mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Das Bundesland schloss mit dem Energieunternehmen Enercity einen Pachtvertrag über Dachflächen von rund 500 Gebäuden im Nordwesten, wie das Finanzministerium in Hannover und Enercity mitteilten.

Die Anlagen sollen in den Landkreisen Emsland, Cloppenburg, Oldenburg, Vechta, Grafschaft Bentheim, Osnabrück sowie den Städten Osnabrück und Oldenburg installiert werden - etwa auf den Dächern einer Justizvollzugsanstalt, eines Finanzamtes, der Universität Vechta oder der Polizeiakademie Oldenburg. Insgesamt geht es um eine Fläche von 355.000 Quadratmetern.

"Wir freuen uns, zusammen mit dem Land Niedersachsen die Energiewende Niedersachsens zu gestalten und dieses Großprojekt in die Tat umzusetzen", sagt Enercity-CEO Susanna Zapreva.

Rund 30 Gigawattstunden

Die Managerin beziffert die Investition auf 35 bis 70 Mio. Euro. Dies hänge davon ab, auf wie vielen Dächern Photovoltaikanlagen errichtet werden könnten. Die Anlagen sollen in den kommenden ein bis zwei Jahren installiert sein.

Die Dächer müssen zudem noch auf ihre Eignung überprüft werden - etwa ob die Statik des Daches eine solche Anlage zulässt oder ob das Dach eher schattig liegt. Sofern sich die Hälfte der Dachflächen als geeinigt erweisen sollte, können laut Ministerium rund 30 Gigawattstunden (30 Mio. kWh) jährlich produziert werden.

Pacht über 20 Jahre

Der Energieversorger soll die Anlagen sukzessive auf eigenen Kosten errichten und in eigener Verantwortung betreiben. Der produzierte Strom soll, sofern technisch möglich, unmittelbar die Gebäude mit Strom versorgen.

Überschüssige Strommengen sollen in das Netz für die allgemein Versorgung eingespeist werden. Die Dachflächen werden laut Ministerium nach der jeweiligen Installation der Anlagen für 20 Jahre Enercity zur Nutzung überlassen. (jk mit dpa)