Der Energieverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter gesunken. Das geht aus neuen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) hervor.
Demnach brach vor allem der Einsatz von Braun- und Steinkohle dramatisch ein. Beide Brennstoffe verzeichneten ein Minus von 19 Prozent. Als Gründe nennt das Expertengremium eine insgesamte gesunkene Stromerzeugung, mehr Grünstrom und höhere Stromimporte.
Erdgasverbrauch geht leicht hoch
Bemerkenswert dabei: Während die Verbrennung von Steinkohle in Kraftwerken um knapp 42 Prozent sank, ging der Absatz in der Eisen- und Stahlindustrie um drei Prozent hoch.
Leicht erholen konnte sich der krisengeschüttelte Erdgasmarkt. Der Erdgasverbrauch verzeichnete im ersten Halbjahr einen leichten Zuwachs von einem Prozent. Laut AG Energiebilanzen ist dafür neben dem verbrauchssteigernden Effekt des Schalttages auch ein Mehreinsatz in der Industrie sowie in der Strom- und Wärmeerzeugung verantwortlich.
Mineralöl mit Abstand auf Platz eins
Ein leichtes Plus gab es auch bei den erneuerbaren Energien. Ihr Beitrag lag um ein Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Während der Einsatz erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung um sieben Prozent stieg, verringerte er sich im Wärmebereich um knapp fünf Prozent. Als Grund wurde die wärmere Witterung angegeben.
Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2024 in Deutschland Energie in einer Höhe von 185,2 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten verbraucht. Der am meisten verbrauchte Energieträger blieb Mineralöl (66 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten), gefolgt von Erdgas (50 Mio.) und erneuerbaren Energien (38 Mio.). Dahinter folgen Steinkohle (13,8 Mio.) und Braunkohle (13 Mio.). (aba)



