Strom

Neuer Wetterindex für kurzfristigen Stromhandel online

Die Website ist frei zugänglich und soll Händlern dabei helfen, Wetterrisiken einzudämmen. Ein erster Anwender ist bereits gefunden.
11.07.2023

Erst vor Kurzem drückten viel Wind- und Photovoltaikenergie bei vergleichsweise geringem Verbrauch die Strompreise im Großhandel auf zeitweise minus 500 Euro pro MWh.

Der Krefelder Meteorologe Robin Girmes hat einen auf den deutschen Energiemarkt zugeschnittenen, täglich aktualisierten und frei zugänglichen Wetterindex entwickelt. Dieser heißt Enwex und zeigt 24 Werte für Solar- und Windkraftanlagen auf Basis der prognostizierten Auslastung beider Technologien an.

Er soll somit eine belastbare Grundlage für die tägliche Berechnung von Marktwerten für Solar- und Windstrom bilden. Zusätzlich können Nutzer auf einen stündlichen Temperaturindex zurückgreifen. Mit dessen Hilfe könnten Wettereinflüsse auf Commodity-Preise bepreist und abgesichert werden, heißt es in einer Presseaussendung.

Erster Anwender gefunden

Die Wetterdaten ergeben sich demnach aus einer nachvollziehbaren, öffentlich dokumentierten Methodologie. Basis ist das häufig genutzte Wettermodell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen.

Laut Pressemitteilung haben bereits mehr als 70 Marktakteure ihre Absicht bekundet, Transaktionen auf Enwex-basierenden Produkten abzuwickeln und zu handeln. Erster Anwender ist demnach der Hamburger Stromhändler und Direktvermarkter CF Flex Power. (aba)