Die Nachfrage nach der eigenen Solaranlage auf dem Dach ist in Deutschland sprunghaft gestiegen. (Symbolbild)

Die Nachfrage nach der eigenen Solaranlage auf dem Dach ist in Deutschland sprunghaft gestiegen. (Symbolbild)

Bild: © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Eine Berechnung des Energieversorgers von Eon zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beim Solarstrompotenzial bundesweit vorn lag. Dazu hat das Unternehmen aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes ausgewetet. "Nirgendwo sonst in Deutschland konnte ein Einfamilienhaus-Besitzer im ersten Halbjahr mehr Sonnenstrom mit einer durchschnittlichen Solardachanlage erzeugen als in Mecklenburg-Vorpommern", sagt Benjamin Jambor, der in der Geschäftsführung von Eon Deutschland für Photovoltaik verantwortlich ist.

Mit einer Anlage ließen sich in dem nordöstlichen Bundesland rund 4600 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produzieren.  Rein rechnerisch reichte die in sechs Monaten erzeugte Sonnenenergie einer Solaranlage damit aus, um fast den Jahresstromverbrauch von zwei durchschnittlichen Haushalten zu decken.

Solarreicher Mai

Auf Mecklenburg-Vorpommern folgen im Bundesländer-Vergleich das Saarland mit rund 4453 kWh Solarstrom und fast gleichauf Schleswig-Holstein mit circa 4450 kWh. Dahinter liegen demnach Bayern mit fast 4390 kWh und Baden-Württemberg mit ungefähr 4380 kWh.

Der solarstromreichste Monat war in Mecklenburg-Vorpommern der Mai, in dem ein Hausbesitzer oder eine Hausbesitzerin mit einer durchschnittlichen Einfamilienhaus-Solaranlage rund 1276 kWh Sonnenenergie erzeugen konnte, teilt Eon weiter mit. Im Saarland war es der Juni mit etwa 1242 kWh, ebenso in Schleswig-Holstein mit circa 1261 kWh. Die in einem dieser Monate von einer Photovoltaikanlage erzeugte Energie reichte rechnerisch in etwa, um die Hälfte des Jahresstrombedarfs eines durchschnittlichen privaten Haushalts zu decken.

Nordosten liegt zurück

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind derzeit bundesweit etwa 2,6 Mio. Photovoltaikanlagen in Betrieb, die inzwischen für etwa 13 Prozent der Stromproduktion in Deutschland sorgen. Allerdings wird die Kraft der Sonne in den Bundesländern noch in sehr unterschiedlichem Maße genutzt.

Nach Angaben des Internetportals Stromreport liegt Bayern mit einer installierten Leistung von 18.300 Megawatt und 259 kW je Quadratkilometer an der Spitze. Für Mecklenburg-Vorpommern wurden 3310 Megawatt insgesamt und 142 Kilowatt je Quadratkilometer errechnet. Damit liegt der Nordosten im Ländervergleich im hinteren Viertel.

10 Mio. Euro Förderung

Von der Statistik in der Regel nicht erfasst sind sogenannte Balkonkraftwerke. Die Installation solcher Kleinanlagen mit zumeist 600 Watt wird in Mecklenburg-Vorpommern vom Land gefördert. Dafür standen zehn Mio. Euro bereit. Während Hauseigentümer das Förderprogramm sehr gut annahmen, griffen Mieter als Hauptzielgruppe weit weniger zu. (jk mit dpa)

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