In Holland hat die BayWa r.e. jüngst eine der größten europäischen Agrar-PV-Anlagen installiert. Darunter wachsen Himbeeren.

In Holland hat die BayWa r.e. jüngst eine der größten europäischen Agrar-PV-Anlagen installiert. Darunter wachsen Himbeeren.

Bild: © BayWa r.e.

In Deutschland gibt es derzeit so gut wie kaum Agrar-PV-Anlagen. Das soll sich nun ändern. Das Bundesumweltministerium hat am Freitag einen Förderbescheid für eine großtechnische Anlage übergeben, die Solarfarming und Landwirtschaft verbinden soll. Die 400.000 Euro gingen dabei an den niedersächsischen Gewürzhersteller Steinicke.

Auf dessen Feldern sollen künftig neben Sellerie, Schnittlauch, Petersilie oder Dill auch jährlich etwa 756.000 kWh Sonnenstrom geerntet werden. Gefördet wird das Vorhaben im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms, dabei muss die Anwendung sowohl über den aktuellen Stand der Technologie hinaus gehen, als auch erstmalig im großtechnischen Stil installiert werden. Wann die Bauarbeiten in Niedersachsen starten und die Anlage in Betrieb gehen soll, ist nicht bekannt.

Forschungsprojekt am Bodensee

Bislang gibt es in Deutschland nur ein namhaftes Projekt zu Agrar-PV – das Verbundforschungsprojekt »Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung« (APV-RESOLA), an dem sich unter anderem die BayWa r.e. und das Fraunhofer ISE beteiligt haben. Auf einem Gemüseacker der Demeter-Hofgemeinschaft Heggelbach am Bodensee wurde eine 194-kWp-Anlage installiert. 2018 lieferte sie knapp 250.000 kWh Strom. Seit 2019 ist das Projekt beendet. (lm)

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