Auch 2025 waren Photovoltaik-Anlagen die Haupttreiber der EEG-Kosten. (Archivbild)

Auch 2025 waren Photovoltaik-Anlagen die Haupttreiber der EEG-Kosten. (Archivbild)

Bild: © Jens Büttner/dpa

Der EU-Marktausblick für Solarenergie 2021-2025 des Branchenverbandes SolarPower Europe zeigt ein weiteres starkes Wachstum für die europäische Solarbranche. Im Jahr 2021 werden in der EU schätzungsweise 25,9 Gigawatt (GW) an neuer PV-Solarkapazität ans Netz gehen, was einem Anstieg von 34 % gegenüber den 19,3 GW entspricht, die 2020 installiert wurden. Dieses Wachstum macht 2021 zum besten Jahr in der europäischen Solargeschichte und bricht den jahrzehntelangen Rekord von 21,4 GW, der 2011 in der EU installiert wurde. 

Die Solarprognose nach 2021 ist ähnlich positiv. Im wahrscheinlichsten mittleren Szenario prognostiziert der jüngste Bericht, dass die europäische Solarenergie ihr starkes Wachstum fortsetzen und bis 2025 eine kumulierte Kapazität von 327,6 GW (bis 2030 672 GW) erreichen wird. Das bedeutet, dass sich die EU-Solarflotte innerhalb von vier Jahren verdoppeln wird, ausgehend von den heute installierten 164,9 GW.

Deutschland mit 5,3 GW Zubau der stärkste Markt

Auf nationaler Ebene haben zwei neue Länder im Jahr 2021 GW-Installationen erreicht: Griechenland kehrt auf die Liste zurück, und Dänemark ist zum ersten Mal überhaupt dabei. Durch die Neuzugänge erhöht sich die Zahl der Mitglieder des GW-Clubs auf sieben, und Prognosen gehen davon aus, dass diese Gruppe bis 2025 auf 12 anwachsen wird. 

Deutschland führt weiterhin die Liste der Gesamtinstallationen an und erwartet bis Ende 2021 die Installation von 5,3 GW, was einem Wachstum von 8 % seit 2020 entspricht. Überraschend für die Branche ist, dass die Niederlande Deutschland bei den Pro-Kopf-Installationen überholt haben und mit 765 W/Kopf einen Zuwachs von 42 % gegenüber 2020 verzeichnen.

Solarziele der EU auf einem gutem Weg

"Um das große Potenzial der europäischen Solarbranche voll auszuschöpfen, müssen wir gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern die verbleibenden Hindernisse für das Wachstum der Branche angehen, sei es durch Genehmigungen oder Netzengpässe“, erklärte Aristotelis Chantavas, Präsident von SolarPower Europe.

Dieser jüngste Bericht aktualisiert laut Chantavas die Fortschrittsbilanz der Nationalen Energie- und Klimapläne (NECP) der EU-Mitgliedstaaten aus dem letzten Jahr und stellt fest, dass alle EU-Mitgliedstaaten auf dem besten Weg sind, ihre nationalen Solarziele bis 2030 oder früher zu erreichen. Vor allem Estland und Lettland haben ihre Solarziele für 2030 bereits erreicht, während Polen, Irland und Schweden dies bis 2022 tun werden.

Die Lieferkette entwickeln

"Um den kosteneffizientesten Weg zur Klimaneutralität der EU im Jahr 2050 zu beschreiten, brauchen wir für 2030 ein Ziel von mindestens 45 % erneuerbarer Energien. Wenn alle anderen EU-Länder den gleichen Ehrgeiz wie Deutschland an den Tag legen, wäre Europa bereits auf dem Weg, die 870 GW Solarstrom zu erreichen, die das notwendige 45%-Ziel bis 2030 erfüllen würden“, erklärte Walburga Hemetsberger, CEO von SolarPower Europe

"Die Prognosen für die europäische Solarbranche sind gut, aber eine Branche kann sich nur dann nachhaltig entwickeln, wenn sie eine umfassende Vision ihrer Lieferkette hat“, erklärte Michael Schmela, Head of Market Intelligence bei SolarPower Europe. Das kontinuierliche Wachstum des Sektors und die anhaltende Führungsrolle der EU bei zukünftigen Solarzellentechnologien eröffne die Möglichkeit, die PV-Produktion in Europa neu zu entwickeln.

20 GW PV-Produktion aufbauen bis 2025

"Wir müssen bis 2025 wieder eine PV-Produktion von 20 GW aufbauen. Dies wird entscheidend sein, um die Stabilität der Lieferketten zu erhöhen und gleichzeitig einen Mehrwert und hochqualifizierte neue Arbeitsplätze im Rahmen des europäischen Green Deal zu schaffen", so Schmela. (hcn)

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