Baubeginn am Umspannwerk-Nord in Offenbach-Kaiserlei. Von links nach rechts: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, Landrat Oliver Quilling, Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke, EVO-Vorstandsvorsitzender Christoph Meier, Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und EVO-Technikvorstand Günther Weiß.

Baubeginn am Umspannwerk-Nord in Offenbach-Kaiserlei. Von links nach rechts: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, Landrat Oliver Quilling, Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke, EVO-Vorstandsvorsitzender Christoph Meier, Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und EVO-Technikvorstand Günther Weiß.

Bild: © EVO

Gemeinsam mit dem hessischen Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir hat die Energieversorgung Offenbach (EVO) das Ausbaukonzept für das Stromnetz in Stadt und Kreis Offenbach vorgestellt. Innerhalb der nächsten Dekade soll das regionale Hochspannungsnetz für mehr als 100 Mio. Euro modernisiert und die Kapazität mindestens verdoppelt werden, wie der Energieversorger mitteilt.

Für die Modernisierung müssten Umspannwerke ausgebaut und Stromtrassen verstärkt werden. Die Umstellung auf erneuerbare Quellen, der wachsende Bedarf der Elektromobilität, die Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt lasse sich mit den bisherigen Strukturen nicht mehr bewältigen, so Al-Wazir.

Erste Leistungserhöhungen in zwei Jahren

Auch Nachfrage nach Energie steigt in der Region enorm. In den letzten fünf Jahren sind mehr als 30.000 Einwohner in Stadt und Kreis Offenbach hinzugekommen, heißt es.  Der Ausbau des Hochspannungsnetzes sei das größte Projekt der EVO in den kommenden Jahren.

Dem kommunalen Versorger zufolge sind erste Leistungserhöhungen bereits in rund zwei Jahren zu erwarten. Aktuell würden die notwendigen Voraussetzungen mit dem vorgelagerten Netzbetreiber geschaffen. Dieser stellt der EVO die Mehrleistung an Strom zur Verfügung.

Luftbild vom Umspannwerk-Nord in Offenbach. Die EVO will ihre Netzkapazitäten in den kommenden Jahren deutlich ausbauen.Bild: © EVO

35 Mio. Euro bis Ende 2022

Geplant sind insgesamt fünf große Bauprojekte; an den Trassen fänden Arbeiten auf einer Länge von rund 120 Kilometern statt. Bis Ende nächsten Jahres rechnet die EVO mit Investitionen von rund 35 Mio. Euro. Über alle Ausbaustufen hinweg sei von einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Mio. Euro auszugehen.
 
Berücksichtigt wird dabei Einspeisung von Energie der vielen dezentralen Photovoltaik-Anlagen ins allgemeine Netz. Auch die Infrastruktur für Elektromobilität muss geschaffen werden. Die Zahl der Hybrid- und Elektrofahrzeuge habe sich innerhalb von 15 Monaten nahezu verdoppelt, heißt es.

Geldanlage für Bürger

Zur Finanzierung des Vorhabens plant die EVO unter anderem gemeinsam mit den Sparkassen Offenbach und Langen-Seligenstadt in Kürze einen Sparbrief namens "Pro Futura" anbieten. Die Geldanlage soll mit attraktiven Zinsen aufwarten, nähere Informationen sollen im Mai bekanntgegeben werden. (jk)

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