Hamburg Airport will den ersten eigenen Windpark errichten.

Hamburg Airport will den ersten eigenen Windpark errichten.

Bild: © Hamburg Airport/Oliver Sorg

Der Hamburger Flughafen hat die Weichen für den geplanten eigenen Windenergiepark in Schleswig-Holstein gestellt. Mit der Gründung einer eigenen Betreibergesellschaft würden nun die Voraussetzungen für das rund 70 Mio. Euro teure Projekt geschaffen, teilte die Flughafengesellschaft am Dienstag mit.

Sie hatte im März angekündigt, auf einem eigenen Grundstück im Heidmoor bei Lentföhrden im Kreis Segeberg einen Windpark zu errichten. Dort sollen sechs Windkraftanlagen ab 2027/28 jährlich mehr als 100 Gigawattstunden Strom (100 Mio. kWh) erzeugen und den gesamten Bedarf des Flughafens decken.

250 Mio. Euro

Die Flughafengesellschaft sieht den Windpark als wichtigsten Baustein für seine Klimaschutzstrategie "Net Zero 2035". Damit soll Deutschlands fünftgrößter Airport seinen Betrieb schon ab 2035 komplett von fossilen Energieträgern auf regenerative Energien umstellen und CO2-frei wirtschaften. Dafür sind für die nächsten zwölf Jahre Ausgaben von insgesamt 250 Mio. Euro geplant.

Eine weitere Säule des Projekts ist der Verzicht auf Erdgas. Der Flughafen-Betreiber will seine rund 100 Gebäude nach früheren Angaben mit einem Netz aus Fernwärme, Biogas, Elektrodenheizkesseln und Erdwärme beheizen. Zudem werde die Errichtung von PV-Anlagen auf flughafeneigenen Gebäuden geprüft.

Wartungsprozesse mit Wasserstoff

Zudem engagiert sich Hamburg Airport im Hydrogen Aviation Lab und setzt sich so für die Entwicklung künftiger Flugzeuggenerationen ein, die mit wasserstoffbasierten Antrieben fliegen. Deren Einsatz ist nach Angaben des Flughafenbetreibers für Mitte der 2030er-Jahre prognostiziert.

Zudem würden auch am Hamburger Flughafen Wartungs- und Bodenprozesse mit Wasserstofftechnologie konzipiert und erprobt, um sich auf die Abfertigung und Instandhaltung wasserstoffbetriebener Flugzeuge vorzubereiten. Die nächsten Entwicklungsprojekte mit internationalen Partnern seien bereits in der Planung. (jk mit dpa)

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