Bild: © Klaus Stricker / Pixeio.de

Die deutsche Flugsicherung macht rund um ihre Navigationsanlagen mehr Platz für den Bau von Windrädern. Wie das Wirtschafts- und das Verkehrsministerium am Montag mitteilten, wird geprüft, wo Schutzbereiche um die sogenannten Drehfunkfeuer verkleinert werden können. In mehreren Fällen sei diese Prüfung bereits positiv ausgefallen. Drehfunkfeuer senden Funksignale an Flugzeuge, die bei der Navigation helfen.

Bisher gilt laut Flugsicherung rund um die Funknavigationsanlagen in der Regel ein Schutzbereich mit einem Radius von 15 Kilometern. So soll die Gefahr minimiert werden, dass die Funksignale gestört werden. Voraussichtlich könne der Schutzbereich bei einem Großteil der Anlagen aber auf sieben Kilometer reduziert werden. Auch im Schutzbereich ist der Bau von Windkraftanlagen nicht völlig ausgeschlossen, verlangt aber eine aufwendige Prüfung. Derzeit stehen laut Flugsicherung rund 1600 Windräder in den Schutzbereichen.

Wissing gibt sich zufrieden

Durch die geringeren Abstände sei «ein erhebliches Hindernis beim Windkraftausbau an Land aus dem Weg geräumt», erklärte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). Die Windkraft habe eine große Bedeutung für eine klimafreundliche Energieversorgung in Deutschland. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) betonte, die Flugnavigation bleibe trotzdem sicher. (dpa/lm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper