Nach gemeinsamen Vorstudien mit der Fachhochschule Südwestfalen will die SWM Infrastruktur (SWMI) ein zwölf Kilometer langes supraleitendes Kabel in München realisieren. Damit würde in München die mit Abstand längste Supraleiterverbindung der Welt entstehen.
Für Auslegung, Entwicklung und Test der dafür nötigen Komponenten hat die SWM-Netztochter zusammen mit fünf Partnern ein Fördervorhaben beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beantragt. Dieses sei nun bewilligt worden, so dass die Entwicklungsarbeiten beginnen können.
Zwei Jahre Entwicklung vorgesehen
Beteiligt sind neben der SWM Infrastruktur, der Industriegase-Konzern Linde, der Supraleiterhersteller Theva, der Kabelhersteller NKT, die Fachhochschule Südwestfalen und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Gemeinsam will man innerhalb von zwei Jahren alle Komponenten entwickeln und diese im Umspannwerk Menzing im Netz der SWMI für ein halbes Jahr unter realen Einsatzbedingungen testen. Gefördert wird das Entwicklungsprojekt vom BMWi.
Anschließend Zwölf-Kilometer-Kabel geplant
Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojekts soll eine zwölf Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen dem Hauptumspannwerk Menzing und dem Energiestandort Süd in Sendling als „Hochtemperatur-Supraleiter“ (HTS) gebaut werden.
Das Besondere an dieser Technologie ist die extreme Kompaktheit der Leitung bei gleichzeitiger Umweltneutralität – insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln und Freileitungen. Gegenüber konventionellen Kabelverbindung können der Tiefbauaufwand und die damit verbundenen Beeinträchtigungen des Umfelds erheblich reduziert werden. (sg)



