Die fehlende Flexibilität dieser Kraftwerke bestimmt maßgeblich die Höhe des konventionellen Erzeugungssockels. In den zurückliegenden Jahren haben einige Betreiber bereits in die Flexibilisierung ihrer Anlagen investiert. Weitere Investitionen der Kraftwerksbetreiber können den konventionellen Erzeugungssockel weiter verringern.

Die fehlende Flexibilität dieser Kraftwerke bestimmt maßgeblich die Höhe des konventionellen Erzeugungssockels. In den zurückliegenden Jahren haben einige Betreiber bereits in die Flexibilisierung ihrer Anlagen investiert. Weitere Investitionen der Kraftwerksbetreiber können den konventionellen Erzeugungssockel weiter verringern.

Bild: © Achim Lückemeyer/pixelio.de

Bis 2022 werden laut Bundesnetzagentur (BNetzA) konventionelle Kraftwerke mit einem Leistungsumfang von insgesamt 2,325 Gigawatt ans Netz gehen. Den höchsten Zubau erwartet die Aufsichtsbehörde bei den Gaskraftwerken mit 1,1 GW und Steinkohlekapazitäten mit 1,052 GW –  Uniper will im kommenden Jahr Datteln IV in Betrieb nehmen. Auf sonstige Energieträger entfallen neue Anlagen mit einer Leistung von ingesamt 137 MW sowie Pumpspeicher mit 16 MW.

In der Summe wird die konventionelle Erzeugungskapazität in dem fraglichen Zeitraum allerdings deutlich zurückgehen: Allein durch den Atomausstieg fallen 9,5 GW an konventioneller Leistung weg. Hinzukommen 1,973 GW durch die Stilllegung von Anlagen im Rahmen der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft. Zudem rechnet die BNetzA mit freiwilligen Stilllegungen im Umfang von rund 1,1 GW, davon sollen 474 MW auf den Steinkohlesektor und 318 MW auf den Erdgassektor entfallen.

Netto-Nennleistung in Deutschland beträgt 223 GW

Laut der kürzlich veröffentlichten Kraftwerksliste der BNetzA beträgt die installierte Netto-Nennleistung in Deutschland 223 GW. Die Leistungskapazität sämtlicher Kraftwerke am Strommarkt beträgt rund 211 GW. Davon entfallen 9,5 GW auf Kernkraftwerke, knapp 18,1 GW auf Braun- und 20,5 GW auf Steinkohle- und 25,1 GW auf Gaskraftwerke. Onshore-Windanlagen verfügen mittlerweile insgesamt über ein Leistungsvolumen von knapp 52,7 GW, bei Offshore sind es knapp 6,7 GW. Eine gewichtige Stellung hat auch die solare Strahlungsenergie mit 47,3 GW, auf die Biomasse entfallen 8,2 GW, auf Laufwasserkraftwerke 3,8 GW, auf sonstige erneuerbare Energieträger. (hoe)

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