Wärmeförderung: Doppelförderungen bei BEG/BEW werden zum Dreh- und Angelpunkt der Diskussion. (Symbolbild)

Wärmeförderung: Doppelförderungen bei BEG/BEW werden zum Dreh- und Angelpunkt der Diskussion. (Symbolbild)

Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Die Gaspreise im Großhandel sind zum Wochenauftakt wieder unter die 100-Euro-Marke gefallen. So kostete eine Megawattstunde für den Liefermonat April am Dienstagmittag am liquidesten Handelspunkt TTF 97 Euro. Für Januar 2023 lag der Preis bei 89 Euro.

Zum Vergleich: Am 7. März wurde die Megawattstunde Gas noch für 335 Euro gehandelt.

Historisch hohe Gaspreise

Gründe für den Abwärtstrend dürften die milden Temperaturen, hohe LNG-Importmengen sowie stabile Gasflüsse über die Ukraine und Nord Stream 1 sein. Auch gilt ein europäisches Embargo gegen russisches Erdgas kurzfristig als unwahrscheinlich.

Gaspreise von 100 Euro pro MWh sind noch immer historisch hoch. Vor Beginn der Corona-Pandemie war ein Fünftel des jetzigen Niveaus üblich.

Hohe Strompreise

Auch im Endkundenvertrieb bleiben die Preise extrem hoch. Die mithin günstigsten Angebote hatte am Dienstagmittag der schwedische Energiekonzern Vattenfall mit Arbeitspreisen von rund 17 Cent pro kWh.

Die hohen Gaspreise sind auch wesentlicher Treiber für das hohe Strompreisniveau. Zuletzt kostete die Megawattstunde Strom in Deutschland im Day-Ahead mehr als 236 Euro. Der Frontjahreskontrakt bewegte sich Dienstagmittag bei knapp 160 Euro.

Im Schnitt 44 Cent pro kWh

Stark gestiegene Gaspreise dürften auch einer der Gründe sein, warum die Stromkosten hierzulande schon im vergangenen Jahr rasant stiegen. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Check 24 gaben Privathaushalte in Deutschland etwa 57 Milliarden Euro für Strom aus (2020: 38 Milliarden Euro).

Der Strompreis lag demnach durchschnittlich bei circa 44 Cent pro Kilowattstunde und damit so hoch wie noch nie. 2020 waren es nach Check-24-Angaben 30 Cent.

EEG-Umlage fällt weg

Um weiteren Preissteigerungen entgegenzuwirken, soll bereits zum 1. Juli die EEG-Umlage wegfallen. Dies könne die gestiegenenen Einkaufspreise aber nicht ausgleichen, schreibt das Vergleichsportal. (aba)

Hinweis: Täglich aktualisierte Energiedaten und -grafiken finden Sie hier im ZfK-Datenraum, der in Kooperation mit dem Berliner Datenspezialisten Energy Brainpool befüllt wird.

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