In Brandenburg installiert die EnBW derzeit mehrere Hunderttausend Solarmodule - und zwar ganz ohne Subventionen.

In Brandenburg installiert die EnBW derzeit mehrere Hunderttausend Solarmodule - und zwar ganz ohne Subventionen.

Bild: © EnBW

Knapp 26 Kilometer vor der Bundeshauptstadt, im brandenburgischen Werneuchen, entstehen derzeit 187 MW Solarleistung. Mitte März hatte die EnBW mit dem Bau begonnen, bis zum Jahresende sollen alle 465.000 PV-Module am Netz sein. Doch Corona sorgt für Herausforderungen auf der Baustelle.

Mehr als 40 Firmen sind am Projekt des baden-württembergischen Regionalversorgers beteiligt. Dementsprechend wuselig geht es mit 150 Mitarbeitern vor Ort zu. Die strengen Auflagen im Zuge der Corona-Situation haben allerdings höchste Priorität. „Die Logistik auf der Großbaustelle zu koordinieren ist für sich schon herausfordernd. Aber auch die Beschaffung ist in Corona-Zeiten sehr speziell und hat uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt, die wir bisher erfolgreich lösen konnten“, erklärt der EnBW-Projektleiter Stefan Lederer.

Die ersten Module werden angebracht

So musten die zeitweise geschlossenen Grenzen entsprechend im Bauverlauf berücksichtigt werden: Beispielsweise kommen Schrauben aus der Türkei, Kabel aus Kroatien, aber auch Baustellenmitarbeiter mussten extra aus dem Ausland anreisen.

Die erster kWh könnte dennoch schon im Spätsommer eingespeist werden, denn der erste „Tisch“ wird derzeit mit 156 Solarmodulen bestückt. 180 Mio. kWh soll der Park in Brandenburg jährlich erzeugen und könnte damit rein rechnerisch 50.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen.

Mehrere Vermarktungsoptionen

Wie der Strom vermarktet wird, hält sich die EnBW noch offen. Verschiedene Optionen seien denkbar. So könnten Vertriebskunden beliefert, an der Börse gehandelt oder Langfristverträge geschlossen werden. (ls)

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