Für eine grünere Branche: Tennet und andere europäische Übertragungsnetzbetreiber machen Druck auf ihre Lieferanten.

Für eine grünere Branche: Tennet und andere europäische Übertragungsnetzbetreiber machen Druck auf ihre Lieferanten.

Bild: © Sina Schuldt/dpa

Sieben europäische Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) — darunter das auch in Deutschland tätige Unternehmen Tennet — haben sich in einem offenen Brief an Lieferanten und Dienstleister der Energiebranche gewandt und appelliert, künftig nachhaltige Produkte und Lösungen anzubieten.

Die Firmen sehen die Welt erst am Beginn eines globalen Umschwungs hin zu einer kohlenstofffreien Welt. Als ÜNB stünden sie dabei im "Zentrum der Energiewende unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften", schreiben sie.

Etablierte wie neue Lieferanten gefordert

Folglich liege es in ihrer Mitverantwortung, über das Kerngeschäft hinaus nachhaltig zu handeln und über Entscheidungen nachzudenken, die beim Kauf von Materialen und Dienstleistungen getroffen würden.

Alle Lieferanten, etabliert wie neu, seien dazu aufgerufen, ihren Beitrag zu dieser Entwicklung zu leisten, heißt es im Brief. "Wir werden diesen neuen Trend bei unseren künftigen Auswahl- und/oder Vergabekriterien berücksichtigen."

"Fördern neue Ideen"

Künftig wollen die Unterzeichner der Umwelt, der biologischen Vielfalt, der Kreislaufwirtschaft und den sozialen Auswirkungen der zu kaufenden Geräte und Dienstleistungen noch mehr Aufmerksamkeit widmen. "Wir begrüßen und fördern neue Ideen, um konventionelle Bedürfnisse mit innovativen Lösungen zu erfüllen", schreiben sie. Fast alle Unternehmensbereiche könnten "grüner" werden.

Klimaneutralität ab 2025

Neben Tennet gehören die Übertragungsnetzbetreiber REN (Portugal), RED (Spanien), Terna (Italien), National Grid (Großbritannien), Elia Group (Belgien) und Rte (Frankreich) zu den Unterzeichnern. Tennet selbst hat sich zum Ziel gesetzt, von 2025 an klimaneutral zu operieren. (ab)

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