Das Steag-Steinkohlekraftwerk in Bergkamen.

Das Steag-Steinkohlekraftwerk in Bergkamen.

Bild: © Steag

Der Essener Kraftwerksbetreiber Steag hat die Leistung seines Steinkohlekraftwerks in Bergkamen im Ruhrgebiet heruntergefahren, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Essen sagte. Die Außentemperaturen seien so hoch, dass die Anlage nicht mehr ausreichend gekühlt und deshalb nicht mit Volllast betrieben werden könne.

Die Leistung des Kraftwerks wurde zunächst um 150 Megawatt verringert, für Freitag hat Steag eine Reduzierung von 200 Megawatt an die Strombörse EEX gemeldet. Zuerst hatte die Tageszeitung Welt davon berichtet. Auch beim Uniper-Kraftwerk in Wilhelmshaven wurde nach Informationen aus Marktkreisen die Leistung hitzebedingt gedrosselt.

Schiffe können nicht mehr wie gewohnt beladen werden

Der sinkende Wasserstand auf den Flüssen könnte auch die Belieferung von Kohlekraftwerken beeinträchtigen, da die Schiffe nicht mehr wie gewohnt beladen werden können. RWE meldete vorsorglich, dass sein Kraftwerk in Hamm betroffen sein könnte. Die Produktion sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Sprecher. Das Großkraftwerk, das 3,2 Millionen Menschen mit Strom versorgt, wird vorrangig über den Datteln-Hamm-Kanal beliefert. Es hat aber auch einen Anschluss an das Schienennetz. (hil/dpa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper