Wenn die fossilen Kraftwerke aus dem System fallen, wird die Frequenzhaltung im Netz schwieriger, da die sogenannten "rotierenden Massen" abnehmen.

Wenn die fossilen Kraftwerke aus dem System fallen, wird die Frequenzhaltung im Netz schwieriger, da die sogenannten "rotierenden Massen" abnehmen.

Bild: © Bruno Maul/AÜW

Die Versorgungssicherheit in Deutschland bleibt auf sehr hohem Niveau gewährleistet. Das ist das Ergebnis des Berichts zur Versorgungssicherheit in der Region Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz, den die Übertragungsnetzbetreiber des Pentalateralen Energieforums heute veröffentlicht haben.

Das Pentalaterale Energieforum wurde 2005 gegründet und soll die regionale Zusammenarbeit zwischen den zuvor genannten Ländern verbessern. Unter dem Vorsitz der zuständigen Ministerien dieser Staaten arbeiten die Regulierungsbehörden, Netzbetreiber, Strombörsen und Vertreter der regionalen Marktparteien zusammen, um die regionale Kopplung ihrer Märkte zu verbessern

ENTSO-E-Ergebnisse bestätigt

Dem Bericht zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass in Deutschland die Stromnachfrage 2018/19 und 2023/24 jederzeit gedeckt wird, weiterhin bei nahezu 100 Prozent. Die Übertragungsnetzbetreiber haben dafür 680 verschiedene Szenarien gerechnet und dabei in einem Stresstest auch seltene Extremwetterjahre betrachtet.

„Der Bericht unterstreicht erneut, dass wir Versorgungssicherheit grenzüberschreitend betrachten müssen", sagte dazu Rainer Baake, Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Strom im gemeinsamen Binnenmarkt zu handeln, schaffe Synergien. „Wir brauchen so insgesamt weniger Kraftwerke. Das spart bares Geld", so Baake weiter.

Der Bericht bestätigt die Ergebnisse des europäischen Versorgungssicherheitsberichts, den der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) Ende 2017 veröffentlicht hat. Die Übertragungsnetzbetreiber hatten dabei die grenzüberschreitenden Effekte in einem verbundenen regionalen Strommarkt berücksichtigt. Die Methodik entspricht damit derjenigen, die nach dem Energiewirtschaftsgesetz auch für den nationalen Versorgungssicherheitsbericht vorgesehen ist. (sg)

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