"Es gibt aktuell keine hitzebedingten Betriebseinschränkungen beim Kernkraftwerk Isar 2", erklärte ein Sprecher des Betreibers Preussen Elektra, einer 100-prozentigen Eon-Tochter. Auch in den kommenden Tagen seien keine zu erwarten. In den vergangenen Jahren sei ein hitzebedingtes Abschalten von Isar 2 nicht erforderlich gewesen.
Neben Isar 2 im niederbayerischen Essenbach ist aktuell noch das Kernkraftwerk Gundremmingen Block C am Netz. "Die Hitze hat keine Auswirkungen auf den Betrieb", erklärte Olaf Winter, Sprecher des Betreibers RWE. Er verwies darauf, dass die Kühlleistung auf zwei Blöcke ausgelegt sei. Von diesen werde nur noch einer betrieben. Zudem liefere der wasserreiche Oberlauf der Donau genügend Kühlflüssigkeit und die Iller kaltes Gebirgswasser.
Wassertemperatur bei etwa 21 Grad
Die Hitze der vergangenen Tage hat bislang auch keine Folgen für den Betrieb der baden-württembergischen Reaktoren. Die Meiler in Philippsburg und Neckarwestheim liefen im Vollbetrieb, sagte eine Sprecherin des Betreibers EnBW am Mittwoch auf Anfrage. "Nur weil es einige Tage heiß ist, heizt sich der Fluss nicht ausreichend auf."
Atomkraftwerke benötigen Kühlwasser für den Reaktorbetrieb. Steigt die Wassertemperatur zum Beispiel im Rhein, müssen Betreiber die Leistung ihrer Reaktoren unter Umständen drosseln. Denn wenn die Wassertemperatur zunimmt, sinkt der Sauerstoffgehalt und die Fische sterben. Erst wenn die Temperatur 28 Grad erreicht, muss die Leistung der Reaktoren heruntergefahren werden, die mit Wasser aus den Flüssen gekühlt werden. Derzeit liegt die Temperatur bei etwa 21 Grad. (dpa/hil)



