In Eichwalde – vor den Toren Berlins – steht die Anlage, die das Vorankommen der Energiewende manifestiert. Der Solarstromspeicher einer Brandenburgischen Familie geht mit einer Leistung von fünf kW/h als 100 000ste Speicheranlage ans Netz. Zur Einweihung in der brandenburgischen Gemeinde hatte sich Besuch aus Berlin angekündigt.
Thomas Bareiß (CDU), Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, erklärte vor Ort: „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Umsetzung der Energiewende. Speicher stützen schon jetzt die Stromnetze und werden in Zukunft auch eine weiter wachsende Bedeutung erlangen.“
Kosten stark gesunken
Solarenergiespeicher können flexibel ins Netz eingebunden werden und sowohl positive als auch negative Regelleistung bereitstellen. Während sie in Verbrauchsspitzenzeiten gespeicherte Energie bereitstellen, können sie Überkapazitäten im Netz aufnehmen und als Lastträger fungieren. In Anbetracht der hohen Fluktuation der Erneuerbaren leisten sie damit einen wesentlichen Teil zur Stabilisierung der Netze.
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), ergänzt: „Durch eine erfreuliche Investitionsbereitschaft vieler Bürger, die Innovationskraft der Branche und das vor fünf Jahren von der Bundesregierung gestartete Marktanreizprogramm konnten die Preise für Solarstromspeicher stark reduziert und zugleich die Leistungsfähigkeit der Systeme ausgebaut werden.“
Strafzölle laufen zum 3. September aus
Einen Preissturz könnte es demnächst auch bei PV-Anlagen geben, allerdings dürfte das weniger im Sinne der Solarindustrie liegen. Die EU will die Strafzölle gegen chinesische Billiganbieter Anfang September auslaufen lassen, berichtete die“ Süddeutsche Zeitung“. Seit 2013 gelten Mindestpreise auf Solarmodule- und Zellen aus China. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Strafzöllen rechnen. Zunächst wurde die Regelung im März vergangenen Jahres verlängert, allerdings ließ die EU bereits vor wenigen Monaten durchblicken, dass sie das Modell auslaufen lassen will. (ls/dpa)



